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Aurubis von Corona kaum betroffen: Operatives Ergebnis im ersten Geschäftshalbjahr verdoppelt


Aurubis nutzt Marktlage und profitiert von deutlich
höheren Raffinierlöhnen für Recyclingmaterialien.
11.05.2021 − 

Trotz Coronakrise ist es dem Kupferkonzern Aurubis gelungen, im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2020/21 (1.10.-30.9.) das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) von 91 auf 185 Mio € zu verdoppeln. Das Hamburger Unternehmen profitierte eigenen Angaben zufolge insbesondere von deutlich höheren Raffinierlöhnen für Recyclingmaterialien sowie einem gestiegenen Konzentratdurchsatz. Hinzu kamen eine strikte Kostendisziplin, eine hohe Nachfrage nach Produkten sowie ein höheres Metallergebnis bei stark gestiegenen Metallpreisen. Für das gesamte Geschäftsjahr bestätigte Aurubis seine im Januar angehobene Ergebnisprognose.

„Aurubis kommt weiterhin erfolgreich durch die Coronakrise. Nach einem Jahr Pandemie können wir festhalten: Die Auswirkungen der Pandemie auf unser Ergebnis bleiben – trotz aller bestehenden Einschränkungen – gering. Dies verdanken wir zum einen dem hohen Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter, die Präventionsmaßnahmen konsequent befolgen, und zum anderen dem guten Marktumfeld für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft: Unsere Metalle und Produkte profitieren von einer wachsenden Nachfrage aus allen Bereichen der Wirtschaft“, resümierte Aurubis-Vorstandsvorsitzender Roland Harings gestern bei der Vorstellung des Zwischenberichts.

Alle Recyclinganlagen mit Einsatzmaterialien zu sehr guten Schmelzlöhnen versorgt

Wie es heißt, hat sich das Angebot an Altkupfer und sonstigen Recyclingmaterialien verbessert – vor allem in den Aurubis-Kernmärkten in Europa und den USA. Der Konzern habe die gute Marktlage genutzt und die Produktionsanlagen sowohl im letzten Quartal als auch über den Berichtszeitraum hinaus vollständig mit Einsatzmaterialien zu sehr guten Schmelzlöhnen versorgt.

Insgesamt kamen an allen Konzernstandorten in den ersten sechs Geschäftsmonaten rund 212.000 Tonnen Alt- und Blisterkupfer zum Einsatz. Das entspricht einem Plus von 25.000 Tonnen bzw. 13 Prozent. Noch deutlicher um 60 Prozent auf 276.000 Tonnen ist die Menge der eingesetzten sonstigen Recyclingmaterialien gestiegen.

Hierzu trug vor allem die Berücksichtigung der Einsatzmaterialien der von der Metallo-Gruppe übernommenen Standorte im belgischen Beerse und im spanischen Berango bei. Dies wiederum führte zu höheren Schmelzlohneinnahmen und Metall-Verkaufsmengen insbesondere an Zinn, Zink, Nickel und Blei. Bereits im laufenden Geschäftsjahr werde daher das ursprünglich erst für das Jahr 2022/23 gesetzte Synergieziel von 15 Mio € erreicht.

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