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Aurubis investiert 60 Mio € in Recyclingstandort Lünen


Aurubis will die Kapazität der Lünener Elektrolyse durch
Neubau um zehn Prozent steigern.
20.10.2020 − 

Am Aurubis-Recyclingstandort Lünen haben kürzlich die Arbeiten für den zweiten Abschnitt der Elektrolyse begonnen. Insgesamt rund 60 Mio € investiert Aurubis in die Erneuerung der Anlage, teilte der Hamburger Konzern gestern mit. Mit Abschluss der Überholung werde die Kapazität der Elektrolyse dank einer effizienteren Produktionsanlage um zehn Prozent erweitert.

Die Erneuerung der Elektrolyse in Lünen ist Konzernangaben zufolge für die kommenden drei Jahre geplant. Trotz der Arbeiten könne die Anlage in dieser Zeit mit 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität betrieben werden.

Laut Werkleiter Michael Jordan ist diese Investition ein weiteres „deutlich sichtbares Bekenntnis“ von Aurubis für den konzernweit größten Recyclingstandort in Lünen. Aurubis-Vorstandsvorsitzender Roland Harings hebt den Beitrag des Metallrecyclings im Bereich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft hervor, betont aber auch, dass Investitionen in dieser Größenordnung verlässliche Rahmenbedingungen brauchen: „Zur Umsetzung großer Investitionen benötigen wir langfristige Planungssicherheit, also eine Regulierung mit Weitblick, insbesondere im Bereich Energie.“

So ist die Elektrolyse der letzte und energieintensivste Teil des Kupferproduktionsprozesses. In ihr werden Anoden – das sind rund 400 Kilogramm schwere Platten mit einem Kupfergehalt von bis zu 99,5 Prozent, die zuvor durch Einschmelzen von Recyclingrohstoffen in mehreren Schritten gewonnen werden – in einem elektrochemischen Prozess aufgelöst. Die Kupfer-Ionen lagern sich an Stahlplatten ab, es entsteht Kupfer mit einer Reinheit von 99,99 Prozent.

Die anderen in der Anode enthaltenen Stoffe wie zum Beispiel Edelmetalle werden bei diesem Vorgang abgeschieden, durch weitere Verfahren voneinander getrennt und ebenfalls im Verbund der Aurubis-Gruppe raffiniert.   

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