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Altpapierexporte 2019 auf neuem Tiefpunkt


Altpapier findet im Ausland immer weniger Abnehmer.
19.02.2020 − 

In Deutschland türmt sich immer mehr Altpapier, was in den letzten Monaten in einem deutlichen Preisverfall resultierte. Eine Ursache für das Überangebot offenbart ein Blick auf die deutsche Außenhandelsbilanz: So sind Deutschlands Altpapierexporte im Jahr 2019 auf einen neuen Tiefpunkt gesunken. Gleichzeitig liegen die Altpapierimporte weiter auf Rekordniveau.

Laut heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat Deutschland im letzten Jahr insgesamt 2,36 Mio Tonnen Altpapier im Wert von 256 Mio € exportiert. Das waren 14 Prozent weniger als im Jahr 2018 (2,75 Mio t für 337 Mio €). Maßgeblich für den Rückgang sind die erneut deutlich gesunkenen China-Exporte. Im Vorjahr konnte der Nachfrageabfall der Volksrepublik noch teils durch Mehrausfuhren in andere asiatische Staaten kompensiert werden. Seit aber auch Länder wie Indien und Thailand die Einfuhr von Abfallstoffen strenger handhaben, ist auch hier ein deutlicher Rückgang der Einfuhren von Altpapier zu erkennen.

Deutschlands Altpapierimporte haben 2019 den historischen Höchststand vom Vorjahr nur knapp verfehlt. Laut Destatis summierten sich die Einfuhren auf 4,60 Mio Tonnen im Wert von 628 Mio €. Gegenüber dem Vorjahr, als die deutschen Papierwerke für 697 Mio € 4,62 Mio Tonnen Altpapier aus dem Ausland einkauften, entspricht dies einem Rückgang um 0,7 Prozent.

Der jährliche Saldo zwischen Ein- und Ausfuhren hat sich damit auf über 2,2 Mio Tonnen erhöht. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 hatten die Altpapierexporte die Altpapierimporte noch übertroffen.

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