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Alpla kauft zwei spanische HDPE-Recycler


Alpla übernimmt Suminco in Montcada (im Bild)
und Replacal in Palencia.
04.11.2019 − 

Der Verpackungshersteller Alpla baut seine Kunststoff-Recyclingaktivitäten weiter aus: In Spanien übernimmt das Unternehmen die beiden Recycler Suminco S.A. in Montcada und Replacal S.L. in Palencia. Beide Betriebe sind Teil eines spanischen Familienunternehmens mit mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Herstellung von HDPE-Rezyklaten. Die Jahreskapazität der Werke mit insgesamt 50 Mitarbeitenden soll laut Alpla auf bis zu 35.000 Tonnen ausgebaut werden. Die operativen Geschäfte werden mit dem bestehenden Management wie bisher weitergeführt. Über die Details haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

„Die Investition in die zwei Recyclingwerke in Spanien bringt uns wieder einen Schritt näher an unser Gesamtziel, der führende Hersteller für nachhaltige Verpackungen aus Kunststoff zu sein“, erklärt Georg Lässer, Head of Recycling bei Alpla. Der Verpackungshersteller verfügt bereits über zwei eigene PET-Recyclingwerken in Österreich und Polen (PET Recycling Team) und Joint Ventures in Mexiko und Deutschland. Die jährliche Kapazität dieser Betriebe liegt aktuell bei 70.000 Tonnen Recycling-PET.

HDPE-Rezyklate von Suminco und Replacal wurden bisher meist für die Herstellung von Wellrohren für Abwassersysteme und andere industrielle Anwendungen eingesetzt. Alpla zielt nun darauf, die geeigneten Rezyklate für die Herstellung von Verpackungen einzusetzen. „Wir sichern die Materialversorgung unserer Produktionsbetriebe und leisten einen Beitrag für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft“, betont Lässer. Wie der bisherige Eigentümer Jose Peruga sagte, eröffneten sich mit Alpla neue Möglichkeiten. Alpla könne Verpackungen aus HDPE mit einem hohen Recyclinganteil herstellen.

Alpla hatte das Global Commitment der New Plastics Economy, eine Initiative der Ellen MacArthur Foundation in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, unterzeichnet. Ziel des Konzerns ist der Ausbau der Recyclingaktivitäten, mit einer dafür vorgesehenen Investitionssumme von 50 Mio €. Bis 2025 sollen außerdem alle Verpackungslösungen zu hundert Prozent recyclingfähig sein. Der Anteil der verarbeiteten Post-Consumer-Recyclingmaterialien am gesamten Materialeinsatz soll auf 25 Prozent steigen.

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