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Alba will in Ludwigslust Klärschlamm trocknen

Alba will in Ludwigslust Klärschlamm trocknen.
Alba will in Ludwigslust Klärschlamm trocknen
(Symbolbild)
10.01.2020 − 

Das Entsorgungsunternehmen Alba will bei seiner Müllverbrennungsanlage in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern künftig Klärschlamm trocknen. Wie die Berliner mitgeteilt haben, plant die Alba TAV Betriebs GmbH, die bestehende Anlage um eine Trocknungsanlage für kommunalen Klärschlamm zu erweitern.

In der geplanten Trocknungsanlage könnte Alba nach eigenen Angaben bis zu 50.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr trocknen. Das entspreche etwa einem Drittel des anfallenden Klärschlamms in Mecklenburg-Vorpommern entspricht. Verträge gebe es allerdings noch nicht, so Alba.

Der Klärschlamm soll Alba zufolge mit der Abwärme der MVA getrocknet werden. Anschließend soll der Klärschlamm zur Strom- und Fernwärmeerzeugung sowie zur Phosphor-Rückgewinnung eingesetzt werden. Derzeit befinde man sich im Genehmigungsverfahren, sagte eine Unternehmenssprecherin gegenüber EUWID. Mit dem Bau der Trocknungsanlage in Ludwigslust plant Alba im vierten Quartal 2020 zu beginnen.

Klärschlammtrocknung führt zum R1-Status

Bislang gilt die Anlage von Alba nicht als Abfallverwertungsanlage nach dem R1-Kriterium, da die erzeugte Wärme nicht genutzt wird. Mit der Inbetriebnahme der Klärschlamm-Trocknungsanlage wird sich das ändern, bestätigte Alba auf Nachfrage.

Denn die für die Klärschlammtrocknung verwendete Wärme fließt in die Berechnung des R1-Faktors mit ein. Die Anlage in Ludwigslust wird demnach bald als "Anlage zur energetischen Verwertung von Abfällen gemäß Abfallhierarchie" eingestuft, wie der R1-Status in den offiziellen Leitlinien der EU-Kommission zur R1-Energieeffizienzformel heißt.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 03/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung.

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