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Alba SE korrigiert nach Halbjahresverlust Ergebnisprognose deutlich nach unten


Alba verzeichnet erheblichen
Mengenrückgang im FE- und NE-Bereich.
14.08.2020 − 

Das Halbjahresergebnis des Schrottrecyclers Alba SE steht ganz unter dem Einfluss der Coronakrise. Die in den Konzernabschluss der Alba Group einbezogene börsennotierte Zwischenholding verzeichnete in Folge der Pandemie erhebliche Mengenrückgänge im FE- und NE-Bereich. Die Umsatzerlöse brachen im Vorjahresvergleich um ein Viertel auf 139 Mio € ein. Das operative Ergebnis (Ebit) drehte von einem Plus von 3,1 Mio € im ersten Halbjahr 2019 in ein Minus von 0,8 Mio €. Nach Steuern stand sogar ein Verlust von 2,6 Mio € nach einem Überschuss von 1,6 Mio € im Vorjahr. Das Kölner Unternehmen hat seine Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr daher nun deutlich nach unten korrigiert.

Im Anfang April vorgestellten Jahresbericht 2019 rechnete die Alba SE für das Geschäftsjahr 2020 noch mit einem positiven operativen Ergebnis leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2018, als das Ebit inklusive Beteiligungsergebnis plus 3,5 Mio € betrug. Im heute vorgestellten Zwischenbericht für die ersten sechs Geschäftsmonate 2020 sagt die Konzernführung nunmehr ein Ebit leicht unter dem Niveau von 2019 voraus. Wie berichtet, erwirtschaftete die Alba SE im letzten Jahr einen operativen Verlust von 3,1 Mio €. Damit hat Alba die Ergebnisprognose seit den Anfängen der Coronakrise um über 6,6 Mio € nach unten korrigiert.

Stark reduziertes Schrottaufkommen und äußerst verhaltene Schrottnachfrage

Die Pandemie belaste den Stahl- und Metallmarkt besonders stark, erläutert Alba im Halbjahresbericht. Die bereits zuvor schwächelnde Stahlindustrie in Deutschland wurde durch den dramatischen Nachfrageeinbruch in Folge des industriellen Lockdowns hart getroffen. Dementsprechend war die Schrottnachfrage der Stahlwerke und Metallhütten äußerst verhalten. Zudem fiel durch die geringere Industrieproduktion weniger Schrott und Sekundärmetall an, so dass die Angebotsseite ebenfalls stark einbrach.

Laut Halbjahresbericht verringerten sich die von Alba zwischen Januar und Juni gehandelten Schrottmengen (FE-Bereich) um 22 Prozent auf 359.000 Tonnen. Die veräußerten NE-Tonnagen reduzierten sich ebenfalls deutlich und lagen mit 38.000 Tonnen rund 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Den ausführlichen Artikel zum Halbjahresbericht sowie zu Albas Reaktion auf die Krise lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 34/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die aktuelle Ausgabe bereits ab Dienstag, 14 Uhr, als E-Paper zur Verfügung:

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