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AGR plant neue Deponie-Kapazitäten

11.07.2017 − 

Insgesamt rund 4,6 Mio Kubikmeter zusätzliche Deponiekapazität will die AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH auf ihrer Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) in Herten in den kommenden Jahren schaffen und so für Entsorgungssicherheit im Regierungsbezirk Münster sorgen. Zusätzliche Fläche beansprucht das Vorhaben nicht, stattdessen soll vor allem in die Höhe gebaut werden.

Bereits seit 2015 ist bekannt (siehe Meldung vom April 2015), dass die AGR-Gruppe die Deponiekapazitäten der ZDE ausbauen will. Vorgesehen war zunächst die Errichtung eines neuen DK I-Abschnitts mit einem Volumen von 1,5 Mio Kubikmetern im Norden der Deponie. Dafür soll das derzeit hier befindliche Zwischenlager für Sonderabfälle bis Ende 2017 zu dem etwa zweieinhalb Kilometer entfernten Abfallkraftwerk RZR verlegt werden.

Die anhaltend gute Baukonjunktur und der daraus resultierende deutliche Anstieg der Deponierungsmengen haben die AGR nun dazu bewegt, ihre Planung nochmals zu aktualisieren und zu ergänzen: Statt eines DK I-Abschnitts soll im Nordbereich nach Verlegung des Zwischenlagers jetzt ein Abschnitt für DK II-Abfälle entstehen. Dieser soll über eine Kapazität von rund 1,9 Mio Kubikmentern bzw. rund 2,47 Mio Tonnen verfügen und innerhalb der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre verfüllt und oberflächenabgedichtet werden, erläuterte das Unternehmen letzte Woche anlässlich eines sogenannten „Scoping-Termins“.

Gleichzeitig werde die gesamte Deponie im Hochpunkt um etwa zehn Meter erhöht. In diesen Bereichen soll weiteres Volumen für DK I- und DK III-Abfälle geschaffen werden. Konkret erhalte die ZDE so zusätzliche Ablagerungskapazitäten für 1,2 Mio Kubikmetern oder rund 1,8 Mio Tonnen DK I-Abfälle sowie 1,5 Mio Kubikmeter bzw. 1,65 Mio Tonnen DK III-Abfälle. Die Laufzeiten der beiden Deponieabschnitte erhöhen sich dadurch um fünf bzw. zehn Jahre. Den Genehmigungsantrag will die AGR voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 einreichen.

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