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Achterbahnfahrt bei Altpapierpreisen im August nur mit kurzer Atempause


Schwächer befüllt sollen die blauen Tonnen im August
gewesen sein. Die Folge sind gestiegene Altpapierpreise.
14.09.2020 − 

Die Lage auf dem Altpapiermarkt bleibt turbulent. Die von den meisten Marktteilnehmern erwartete Beruhigung im August hielt nur wenige Wochen an und die Preise blieben dadurch überwiegend stabil. Ende des Monats waren die Lager bei Entsorgern und Fabriken dann schlagartig leergefegt, so dass einzelne Lieferungen schon wieder mit Preisaufschlägen versehen wurden.

Anfang September soll es dann bei den Massensorten auf breiter Front wieder zu deutlichen Preissteigerungen gekommen sein. Unklar ist aber, wie lange das wieder gestiegene Preisniveau gehalten werden kann und wann die Richtung bei den Preisen wieder nach unten zeigt.

Der August verlief zunächst wie geplant mit einem ausgeglichenen Markt und überwiegend stabilen Preisen bei den Massensorten. Aufgrund von einem zum Teil deutlich rückläufigen Mengenaufkommen in der Sammlung, einem verstärkten Export von Altpapier nach Asien sowie einer wachsenden Nachfrage insbesondere durch die neuen Verpackungspapiermaschinen im Osten des Landes spitzte sich die Knappheit in der zweiten Monatshälfte immer weiter zu und die Lager leerten sich.

Ende des Monats seien dann einige Marktteilnehmer aus der Industrie auf der Suche nach Altpapier wieder zu deutlichen Zugeständnissen bei den Preisen bereit gewesen. „In der letzten Woche sind dann einige nervös geworden“, erklärte ein Marktteilnehmer.

Die konkreten Preisveränderungen der einzelnen Altpapiersorten auf dem deutschen Markt im August und in welchem Umfang Preissteigerungen im September erwartet werden lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 38/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen Preistabelle und Marktbericht bereits online zur Verfügung:

Altpapiermarkt Deutschland

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