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Absturz der Stahlschrottpreise: Nachfrage der Stahlwerke bleibt schwach


Stahlschrottpreise weiter im Sinkflug.
21.10.2019 − 

Die Talfahrt der Stahlschrottpreise hat sich im Oktober ungebremst fortgesetzt. Den zweiten Monat in Folge mussten die Schrotthändler große Preisabschläge akzeptieren. Grund ist die nach wie vor stark reduzierte Schrottnachfrage der Stahlwerke, die im Zuge der schwächelnden Konjunktur in der Automobilindustrie und zunehmend auch in anderen Branchen mit Absatzproblemen zu kämpfen haben. An eine Beruhigung des Marktes in der nahen Zukunft glauben die befragten Schrotthändler nicht. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Schrottpreise sehen die meisten aber dennoch nun eine Bodenbildung erreicht.

„Es ist nicht mehr lustig“, kommentierte ein Händler die jüngsten Preisabschläge. Zwar sei dem Handel das Preisniveau theoretisch eher egal, solange sich ihm eine Marge zwischen Einkauf, Aufbereitung und Verkauf biete. In einem fallenden Markt sei es aber grundsätzlich schwieriger, Geld zu verdienen. „Was man im Frühjahr verdient hat, ist jetzt wieder aufgebraucht“, zog ein Gesprächspartner eine Zwischenbilanz.

Weit wichtiger als der Preis ist dem Handel der Mengenfluss. Und dieser war im September, wie bereits berichtet, fundamental gestört. Nahezu jeder Händler hatte aufgrund fehlender Nachfrage der Stahlwerke Probleme, sein Material abzuverkaufen. Im Oktober hat sich diese Situation den Angaben zufolge teilweise gebessert. Die Bereitschaft der Stahlwerke zum Schrotteinkauf sei wieder etwas gestiegen, wenngleich manche Händler noch immer von großen Absatzschwierigkeiten sprechen.

Den vollständigen Bericht zum deutschen Stahlschrottmarkt inklusive der Preisangaben lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 43/2019. Für Kunden unseres Premium-Angebots stehen der Bericht sowie die Preistabelle schon online zur Verfügung:

EUWID Preisspiegel Stahlschrott Deutschland

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