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Im Jahr 2020 wurde so wenig Abfall mit der Bahn transportiert wie nie zuvor


Abfalltransporte über die Schiene sinken 2020
mit 10 Mio Tonnen auf neuen Tiefpunkt.
22.03.2021 − 

Seit Jahren ist in Deutschland der per Bahn abgewickelte Transport von Abfällen stark rückläufig. Im Corona-Jahr 2020 erreichte der Schienen-Transport nun einen neuen Tiefpunkt, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. So wurden im letzten Jahr nur noch rund 10,0 Mio Tonnen Abfälle und Sekundärrohstoffe über die Schiene befördert. Im Vorjahr waren es 11,5 Mio Tonnen und in 2011 – zum Anfang der statistischen Datenreihe – sogar noch 16,2 Mio Tonnen.

Vor allem bei der Gütergruppe „Sonstige Abfälle und Sekundärrohstoffe", wobei es sich vor allem um schwere Abfälle wie Stahlschrott und Metallschrott handeln dürfte, zeigt die Statistik seit 2011 einen deutlichen Rückgang der Schienentransporte von einst 14,7 Mio Tonnen auf zuletzt 8,8 Mio Tonnen pro Jahr. Auch die per Bahn beförderte Menge an „Hausmüll und kommunalen Abfällen“ sank laut Destatis zwischen 2011 und 2020 um über 20 Prozent von 1,5 auf 1,2 Mio Tonnen.

Wie in den Vorjahren handelt es sich bei den von Destatis für 2020 ausgewiesenen Abfalltransporten zum größten Teil um innerdeutsche Beförderungen, also Versand- und Empfangsstandort liegen beide in Deutschland. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich diese Transporte den Angaben zufolge von 8,8 auf 7,2 Mio Tonnen.

Meiste Importe per Bahn aus Tschechien - Bei Exporten ist Italien das Hauptziel

Der grenzüberschreitende Schienenverkehr nahm indes von 2,6 auf 2,7 Mio Tonnen zu, wobei es sich fast gänzlich um die Gütergruppe „Sonstige Abfälle und Sekundärrohstoffe“ handelt. Bei den Importen dominierten dabei im letzten Jahr Lieferungen aus Tschechien mit 447.000 Tonnen, gefolgt von Österreich mit 302.000 Tonnen und der Schweiz mit 133.000 Tonnen. Bei den Exporten stand Italien mit 743.000 Tonnen an der Spitze, dahinter folgten Belgien mit 293.000 Tonnen sowie Österreich mit 105.000 Tonnen.

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