Die Eggersmann Anlagenbau GmbH hat im irischen Kentstown nördlich von Dublin eine neue Anlage zur Aufbereitung von Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) in Betrieb genommen. Unterstützt wurde das ostwestfälische Maschinenbauunternehmen dabei von der Firma Kaizen Recycling, dem Eggersmann-Händler für das Vereinigte Königreich und Irland. Auftraggeber war der Deponiebetreiber Knockharley Landfill.
Eggersmann zufolge ist die Anlage auf einen Durchsatz von 59 Tonnen pro Stunde ausgelegt. Bei einem geplanten Einschichtbetrieb von acht Stunden an 255 Tagen im Jahr sollen jährlich mehr als 120.000 Tonnen Hausmüllverbrennungsasche verarbeitet werden. Ziel sei die Rückgewinnung von NE-Metallen und Eisenfraktionen in unterschiedlichsten Korngrößen.
Wie es heißt, war Eggersmann als Generalunternehmer für Planung, Montage und Inbetriebnahme zuständig. Zur Anlage gehören unter anderem 527 Meter Fördertechnik. Ein wesentlicher verfahrenstechnischer Schritt ist die Zerkleinerung der zu Schlacke versinterten Rostasche in einer Prallmühle, um eingeschlossene Metalle freizusetzen. Anschließend können mithilfe von Magneten, Siebmaschinen und zusätzlichen Separationslösungen weitere Metalle gezielt extrahiert werden.
Laut Eggersmann bietet das Unternehmen grundsätzlich zwei Verfahren für die Schlackenbehandlung an: Entweder werde die sehr feuchte und noch stark abrasive Frischschlacke direkt behandelt oder sie werde erst einmal eingelagert und getrocknet. Im Fall der Anlage von Knockharley Landfill habe man sich der allgemeinen Markttendenz folgend für ein Verfahren entschieden, bei dem die Rostasche zwei bis drei Wochen getrocknet werde, bis sie nur noch eine Restfeuchtigkeit von 16 bis 19 Prozent aufweise. Zudem werde auch der Feinanteil der Asche von null bis vier Millimetern aufbereitet, um auch wirklich alle Wertstoffe zu extrahieren.
Schon seit 2014 bereitet Knockharley Landfill am Standort Hausmüllverbrennungsasche für die anschließende Deponierung auf. Bisher wurde dafür eine mobil-modulare Lösung eingesetzt. Die neue schlüsselfertige Recyclinganlage bietet laut Eggersmann einen höheren Automatisierungsgrad und sei besser auf das stark abrasive Material ausgelegt. Dies minimiere Wartungs- und Instandsetzungszeiten deutlich.




