Der Aluminiumhersteller Emirates Global Aluminium (EGA) hat heute die Übernahme des deutschen Gießerei- und Recyclingunternehmens Leichtmetall abgeschlossen. Nachdem EGA Ende März angekündigt hatte, von der Münchner Beteiligungsgesellschaft Quantum Capital Partners sämtliche Anteile an Leichtmetall erwerben zu wollen, habe die Transaktion nun alle Abschlussbedingungen erfüllt und die erforderlichen behördlichen Genehmigungen erhalten, teilt EGA mit. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.
Die Leichtmetall Aluminium Giesserei Hannover GmbH produziert hochfeste Aluminium-Rundbarren mit großen Durchmessern und hohen Anteilen an Sekundäraluminium. Laut EGA werden am Firmensitz in Hannover jährlich bis zu 30.000 Tonnen Rundbarren erzeugt, wobei etwa 80 Prozent des Ausgangsmaterials aus Sekundäraluminium besteht. Als neue deutsche Konzerntochter werde Leichtmetall das bestehende Geschäft von EGA in Europa ergänzen. Unternehmensangaben zufolge exportiert EGA derzeit pro Jahr über 600.000 Tonnen Primäraluminium nach Europa.
„Ich freue mich, unsere neuen Kollegen von Leichtmetall in Hannover bei EGA willkommen zu heißen. Dem größten Premium-Aluminium-Produzenten der Welt beizutreten, wird Leichtmetall neue Stärke für seine Kunden und für weiteres Wachstum verleihen“, so EGA-Konzernchef Abdulnasser Bin Kalban. Gleichzeitig betrachtet der in Dubai ansässige Aluminiumproduzent die Leichtmetall-Übernahme als „wichtigen Meilenstein in unserem Bestreben, das Aluminium-Recycling-Geschäft auszubauen“ – sowohl in Europa als auch weltweit.
Auch Leichtmetall-CEO Thomas Witte begrüßte den Abschluss der Transaktion. „Dies ist ein besonderer Moment für Leichtmetall, da wir uns mit einem der größten und ehrgeizigsten Aluminiumproduzenten der Welt und gleichzeitig einem wichtigen Aluminiumlieferanten für Europa zusammenschließen. Ich bin zuversichtlich, dass wir als Teil von EGA unsere Kunden noch besser bedienen und unser Geschäft weiterentwickeln können.“




