EEW zündet Ölbrenner ihrer Klärschlammverwertungsanlage

Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat Ende April erstmals die Brenner für das An- und Abfahren des Kessels der Klärschlammverwertungsanlage (KVA) am Konzernsitz in Helmstedt gezündet. Damit sei ein wichtiger Meilenstein für die weitere planmäßige Inbetriebsetzung der ersten KVA in der EEW-Gruppe erreicht, teilte der Konzern mit. Die entstehende Anlage ist auf eine Kapazität von 160.000 Tonnen Klärschlamm-Originalsubstanz (OS) ausgelegt und wird noch 2022 einen thermischen Verwertungsweg für ein Fünftel des niedersächsischen Klärschlamms eröffnen.

Für den Juni sei bereits das erste Klärschlammfeuer geplant und damit ein weiterer wichtiger Meilenstein in Sichtweite, so Projektleiter Helge Goedecke. Voraussetzung dafür sei das erfolgreiche Zünden des Ölbrenners gewesen. Er ist eine sicherheitsrelevante Anlagenkomponente, die nur nach Freigabe durch den TÜV betrieben werden darf. In der Inbetriebsetzungsphase ist das erste Ölfeuer Grundvoraussetzung für alle Folgeschritte, erklärt Goedecke weiter. Der Brenner sei wichtig für das An- und Abfahren des Kessels, in dem der Klärschlamm bei mindestens 850 Grad Celsius energetisch verwertet wird. Der dabei entstehende Dampf werde auf die Turbine der benachbarten Thermische Restabfall-Vorbehandlungsanlage (TRV) geleitet und leiste so am Energiestandort Buschhaus einen Beitrag für die Stromversorgung der Region.

Weitere Klärschlammverbrennungsanlagen geplant

Wie berichtet, hat EEW aktuell eine ganze Reihe von Projekten zur Klärschlammverbrennung in der Pipeline (EUWID 14/2022). Auch in Stavenhagen ist eine Monoverbrennungsanlage für 160.000 Tonnen Originalsubstanz (OS) pro Jahr geplant. Die in Kombination mit dem Ersatz-Neubau des Müllheizkraftwerks Stapelfeld geplante Klärschlammverbrennungsanlage soll über eine Jahreskapazität von 135.000 Tonnen OS verfügen. Auch in Magdeburg soll das MHKW-Rothensee, an dem EEW eine 51-Prozent-Beteiligung hält, um einen dritten Verbrennungsblock mit integrierter Klärschlammverbrennungsanlage für 50.000 Tonnen Trockensubstanz erweitert werden. Schließlich gibt es noch Planungen für eine KVA für 146.000 Tonnen OS im niederländischen Delfzijl.

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