Der Müllverbrenner EEW Energy from Waste hat am Standort im niederländischen Delfzijl seine erste Vorsortieranlage für gemischte Siedlungsabfälle in den Probebetrieb überführt. Die Anlage wird als Pilot- und Referenzprojekt eingeordnet. Eine Übertragung auf weitere Standorte, auch in Deutschland, gilt EEW zufolge als grundsätzlich denkbar, hängt jedoch von wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen ab.
Nach Unternehmensangaben liegt der Durchsatz bei stündlich rund 37 Tonnen. Die Anlage ist auf eine Kapazität von bis zu 150.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Belastbare Betriebsdaten werden derzeit erhoben. Der Übergang in den Regelbetrieb ist nach Abschluss der Testphase vorgesehen und wird EEW zufolge für Juli erwartet.
Kern des Konzepts ist es, verwertbare Bestandteile – insbesondere Kunststoffe – vor der thermischen Behandlung aus dem Abfallstrom auszuschleusen. Perspektivisch sollen rund zehn Prozent des Inputs, entsprechend etwa 15.000 Tonnen pro Jahr, separiert werden. Ob diese Zielgröße im laufenden Betrieb erreicht wird, ist bislang offen. Der Kunststoffanteil im Input ist am Standort höher als etwa in Deutschland, da Leichtverpackungen in den Niederlanden nicht über ein duales System separat erfasst werden, sondern aus gemischten Abfällen heraus sortiert werden....




