EEW mit neuer Vertriebsfirma in Italien

Die Helmstedter EEW Energy from Waste GmbH hat im März die Vertriebsgesellschaft EEW Italia mit Sitz in Mailand gegründet. Damit baut der Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen seine internationalen Vertriebsaktivitäten weiter aus.

Die neue Gesellschaft soll als direkter Ansprechpartner für Abfallerzeuger und Entsorgungskunden in Italien fungieren. EEW Italia werde eigenständig Verträge mit Kunden schließen und die thermische Verwertung geeigneter Abfallströme in Anlagen der EEW-Gruppe organisieren, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

EEW verweist darauf, dass in Italien erhebliche Abfallmengen anfielen, für die derzeit nicht ausreichend Kapazitäten zur höherwertigen Behandlung zur Verfügung stünden. Zugleich verfüge die Unternehmensgruppe in Europa über Anlagen zur energetischen Verwertung, in denen Energie und verwertbare Rohstoffe zurückgewonnen werden könnten. Derzeit zählt das Unternehmen 15 Anlagenstandorte in Deutschland sowie je eine Anlage in Luxemburg und den Niederlanden.

Nach Angaben von Andreas Dous, Leiter Vertrieb der EEW-Gruppe und Geschäftsführer von EEW Italia, erweitert das Unternehmen mit der Gründung seine Vertriebsaktivitäten gezielt um einen weiteren wichtigen europäischen Markt. „Unser Ansatz ist es, Abfälle dort zu verwerten, wo die effizientesten und nachhaltigsten Kapazitäten vorhanden sind. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zu einer funktionierenden europäischen Kreislaufwirtschaft“, so Dous.

Mit der Gesellschaft in Italien setzt EEW den Ausbau seiner internationalen Vertriebsstruktur fort. Zuvor hatte das Unternehmen bereits Aktivitäten in Polen aufgenommen. Ziel sei es, Stoffströme effizienter zu steuern und vorhandene Verwertungskapazitäten besser auszulasten.

Als neuen Geschäftszweig neben der Abfallverbrennung will EEW künftig auch verstärkt Wertstoffe aus dem Abfall sortieren und vermarkten. Ende April hat das Unternehmen am niederländischen Standort Delfzijl seine erste Vorsortieranlage für gemischte Siedlungsabfälle in den Probebetrieb überführt. Die auf 150.000 Tonnen Jahreskapazität ausgelegte Anlage soll als Pilot- und Referenzprojekt dienen.

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