EDG Holding steigert Umsatz, Jahresüberschuss geht zurück

Die EDG Holding hat im Geschäftsjahr 2024 ihren Konzernumsatz um 6,7 Prozent auf 230,2 Mio. € gesteigert. Im Vorjahr hatte der Umsatz bei 215,7 Mio. € gelegen. Treiber war nach Angaben des Unternehmens im Konzernabschluss vor allem das kommunale Pflichtgeschäft der EDG in den Bereichen Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterdienst; allein dort legte der Umsatz um 13,1 Mio. € zu. Der Konzernjahresüberschuss sank dagegen deutlich um 6,3 Mio. € auf 13,2 Mio. €.

Als Grund nennt die EDG vor allem deutlich geringere Erträge aus assoziierten Unternehmen. Das vollständig kommunale Unternehmen gehört zu 51 Prozent der Stadt Dortmund, die restlichen 49 Prozent halten die Dortmunder Stadtwerke.

Belastet wurde das Ergebnis außerdem durch höhere Aufwendungen. Hintergrund waren laut Lagebericht vor allem höhere Entsorgungskosten einschließlich BEHG-Kosten in Höhe von 3,4 Mio. €, die nicht vollständig an den Markt weitergegeben werden konnten. Auch der Personalaufwand nahm tarifbedingt um 6,5 Mio. € auf 102,5 Mio. € zu, die Personalaufwandsquote blieb mit 44,5 Prozent jedoch stabil.

Auf Ebene der Muttergesellschaft entwickelte sich das Geschäft deutlich besser. Die EDG Holding erzielte 2024 Umsatzerlöse von 7,6 Mio. € nach 7,0 Mio. € im Vorjahr, der Jahresüberschuss stieg von 7,9 auf 18,6 Mio. €. Maßgeblich dafür waren höhere Beteiligungserträge, die insgesamt 18,1 Mio. € erreichten, nach 12,0 Mio. € im Vorjahr. Ausschlaggebend war unter anderem eine Gewinnentnahme bei einer Tochtergesellschaft in Höhe von 10,0 Mio. €. Gleichzeitig verbuchte die Holding einen Aufwand aus Verlustübernahme bei einer Beteiligung an einer Müllverbrennungsanlage von 2,0 Mio. €.

Die EDG Holding hält sämtliche Anteile an den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften EDG Entsorgung Dortmund, DOGA, Welge, DOLOG, DOMIG und DOREG. Hinzu kommen Beteiligungen an mehreren assoziierten Unternehmen aus dem Bereich der thermischen Abfallbehandlung, darunter 42,87 Prozent an der MVA Hamm Eigentümer GmbH und der MHB Hamm Betriebsführungsgesellschaft mbH, 20 Prozent an HEB und HUI in Hagen sowie 50 Prozent an Gesellschaften in Iserlohn und Dortmund. Die geringeren Beteiligungserträge dieser assoziierten Unternehmen wirkten sich 2024 negativ auf das Konzernergebnis aus.

Für den EDG-Konzern spielen weiterhin langfristige Bring-or-pay-Verträge mit den Anlagen in Hamm, Hagen, Iserlohn und Solingen eine wichtige Rolle. Die Leistungsverträge mit der Stadt Dortmund für Entsorgung, Deponiebetrieb und Straßenreinigung wurden zudem vorzeitig bis Ende 2042 verlängert. Im Konzern waren 2024 durchschnittlich 1.463 Beschäftigte tätig, davon 1.061 bei der EDG.

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