EBE mit Umsatzplus und sinkendem Jahresüberschuss

Die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) haben im Geschäftsjahr 2024 ihre Umsatzerlöse um rund 10,4 Mio. € auf 121,7 Mio. € gesteigert und damit das anvisierte Umsatzziel deutlich übertroffen. Wesentliche Erlössteigerungen ergaben sich aus Nachtragsvereinbarungen zu den kommunalen Entsorgungsverträgen sowie einer Ausweitung des Leistungsumfangs bei der Straßenreinigung. Der Jahresüberschuss sank dagegen leicht um 219.000 € auf 6,25 Mio. €. Das geht aus dem im Unternehmensregister veröffentlichten Konzernabschluss hervor. An den EBE sind die Stadt Essen mit 51 Prozent und Remondis mit 49 Prozent beteiligt.

Mit rund 75,8 Mio. € entfiel der größte Umsatzanteil erneut auf die Kommunalverträge. Deren Umsatzanteil stieg um 4,2 Mio. €. Ebenfalls deutlich fiel der Anstieg bei den Erlösen aus der Verbringung kommunaler Abfälle in die Müllverbrennungsanlage (MHKW) aus: Hier stiegen die Einnahmen von 8,9 Mio. € auf 11,7 Mio. €. Auch im Bereich gewerblicher Kleinbehälter und bei der Vermarktung freier MHKW-Kapazitäten konnten jeweils Zuwächse von über einer Mio. € erzielt werden.

Im Vergleich zur Planung wurde das Umsatzziel im Konzern deutlich übertroffen: Statt der kalkulierten 111,9 Mio. € wurden 121,7 Mio. € realisiert. Ausschlaggebend waren unter anderem höhere Vergütungen im PPK-Bereich sowie ein Anstieg der Tourenzahl im Containerdienst.

Rückgang der Abfallmengen

Die insgesamt erfasste Abfallmenge ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um rund 2.100 Tonnen auf 310.600 Tonnen zurück. Insbesondere bei gewerblichen Abfällen, Bau- und Abbruchabfällen sowie den sogenannten „sonstigen Mengen“ wurden Rückgänge verzeichnet. Dagegen stiegen die Mengen beim Hausmüll (+1.200 Tonnen), hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen (+879 Tonnen) und Kehricht (+863 Tonnen) an. Pro Kopf stieg das Restmüllaufkommen im Stadtgebiet um drei kg auf 242 kg. Dies deutet laut Konzernbericht auf eine veränderte Abfallzusammensetzung hin, da der Bevölkerungszuwachs in Essen im gleichen Zeitraum lediglich 0,19 Prozent betrug.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 4,6 Mio. € und betrafen vor allem Fahrzeuge, Container sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Zahl der Beschäftigten stieg zum Stichtag um zwölf auf 1.101 Personen, darunter 26 Auszubildende.

Steigende Kosten und Finanzergebnis belasten Jahresergebnis

Trotz gestiegener Umsätze reduzierte sich der Jahresüberschuss infolge höherer Material- und Personalaufwendungen sowie eines verschlechterten Finanzergebnisses leicht um 3,4 Prozent auf 6,25 Mio. €. Die Umsatzrentabilität lag bei 5,1 Prozent nach zuletzt 5,8 Prozent. Für das abgelaufene Jahr 2025 plante der Konzern mit Umsatzerlösen von gut 138 Mio. € sowie einem Jahresüberschuss von rund 5,0 Mio. €.

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