Easymining will P-Rezyklate für Futtermittel in Kanada liefern

Das zum schwedischen Entsorger Ragn-Sells Group gehörende Unternehmen Easymining und der Energie- und Wasserversorger Gelsenwasser wollen mit dem kanadischen Futtermittelhersteller Friesen Group bei der Nutzung von Phosphor-Rezyklaten aus Klärschlammaschen zusammenarbeiten. Ziel sei es, in Nordamerika einen Markt für ein hochwertiges Futtermittelprodukt aus in Europa recyceltem Phosphat zu entwickeln, teilte Easymining mit. Hierzu haben die Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Wie berichtet, haben Easymining und Gelsenwasser im Jahr 2021 das Gemeinschaftsunternehmen Phosphorgewinnung Schkopau GmbH (PGS) gegründet, um eine erste Ash2Phos-Anlage zu bauen. Sie wird nach Angaben von PGS als Demonstrationsanlage im Chemiepark Schkopau errichtet und soll eine Kapazität von 30.000 Tonnen Asche aus verbranntem Klärschlamm pro Jahr haben. Als Inputmaterial dient in erster Linie die Asche aus der Verbrennungsanlage von Gelsenwasser in Bitterfeld-Wolfen. Gegenwärtig laufe das Genehmigungsverfahren für die Anlage, so PGS. Das Basic Engineering sei abgeschlossen. Easymining erklärte, die erste Ash2Phos-Anlage werde voraussichtlich in drei bis vier Jahren betriebsbereit sein.

Das mit dem Verfahren hergestellte Phosphat sei als Futtermittelrohstoff geeignet und reiner als jeder heute auf dem Markt befindliche abgebaute Phosphor, teilte Easymining weiter mit. Die EU-Gesetzgebung verbiete jedoch die Verwendung von Phosphor aus Klärschlamm in verschiedenen Anwendungen wie dem ökologischen Landbau oder als Futtermittelphosphat, da die ursprünglichen Schlämme als Abfall eingestuft würden. „Wir freuen uns, dass die fortschrittliche Politik Kanadas die Verwendung von recyceltem Phosphor als Futtermittelzusatzstoff zulässt“, sagte Easymining-Produktmanagerin Sara Stiernström, die das Projekt betreut.

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