Duales System: "Schluss mit dem Hauen und Stechen"

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Kai Falk, Geschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), fordert ein Ende der Streitigkeiten zwischen den dualen Systemen. In einem Kommentar meldete Falk für das geplante Wertstoffgesetz vorsorglich an, dass sich der Handel bei der beabsichtigen Zentralen Stelle nicht das Zepter aus der Hand nehmen lassen will.

Laut Falk  hat der Handel hat mit einer gewaltigen Finanzspritze geschlossen sein Bekenntnis für das privatwirtschaftliche duale System demonstriert. Damit können nun die neuen Clearingverträge in Kraft treten, die der Handel als Bedingung für den einmaligen Zuschuss gefordert hatte. In letzter Sekunde habe so der Zusammenbruch des Systems verhindert werden können. Dies wäre sonst nicht nur das Aus für das erfolgreich etablierte, privatwirtschaftliche Geschäftsmodell gewesen. Dem Ruf privater, freiwilliger Lösungen der Wirtschaft insgesamt wäre schwerer Schaden zugefügt worden.

Wie Falk schreibt, erwartet der Handel nun von den Systembetreibern, die Novelle der Verpackungsverordnung zügig umzusetzen und das duale System wasserfest zu machen. „Das Hauen und Stechen hinter den Kulissen muss ein Ende haben.“ Die Einrichtung einer zentralen Stelle, welche Lizenzierungen und Mengenströme akribisch überwacht und Transparenz herstellt, müsse nun mit höchster Dringlichkeit vorangetrieben werden. Der Handel werde sich das Zepter für die Ausgestaltung dieser Kontrollinstanz nicht aus der Hand nehmen lassen. Ein Déjà-vu dürfe es nicht geben, warnte Falk angesichts der Vorkommnisse in den letzten Monaten.

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