Die bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister gemeldeten Planmengen der dualen Systeme sind im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut gesunken. Insgesamt summierten sich die geplanten Mengen für Leichtverpackungen (LVP), Glas sowie Papier, Pappe und Karton (PPK) auf rund 1,46 Mio. Tonnen. Das entspricht einem Rückgang um 2,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025.
Den stärksten Rückgang verzeichnete erneut Glas. Die Planmengen sanken im Jahresvergleich um 5,0 Prozent. Damit setzt sich der seit mehreren Jahren anhaltende Abwärtstrend fort. Gegenüber dem ersten Quartal 2022 liegen die Glas-Planmengen inzwischen um mehr als 53.000 Tonnen niedriger. Der Rückgang bei Glas reflektiert nicht nur konjunkturelle Effekte, sondern auch langfristige Verschiebungen hin zu leichteren Verpackungslösungen. Mit rund 518.000 Tonnen lag die PPK-Menge nahezu auf dem Niveau des Vorjahresquartals.
Trotz sinkender Gesamtmengen bleibt der Markt bei Glasverpackungen stark konzentriert. Belland Vision behauptete mit einem Marktanteil von rund 32 Prozent die klare Führungsposition und kam damit rechnerisch auf etwa 186.000 Tonnen Glas. Deutlich an Bedeutung verloren dagegen Landbell und Noventiz, deren Glasanteile nur noch im niedrigen einstelligen Bereich liegen.
LVP: Leichte Mengenverluste, deutliche Verschiebungen
Bei den Leichtverpackungen gingen die Planmengen moderat zurück. Mit rund 427.800 Tonnen lagen sie im 1. Quartal um 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im längerfristigen Vergleich zeigt sich damit eher eine Seitwärtsbewegung mit leicht rückläufiger Tendenz. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr ist von einer Planmenge um 1,72 Mio. Tonnen auszugehen, was etwa 30.000 Tonnen weniger als im Jahr 2025 wären . Marktführer ist nun Prezero mit einem Anteil von rund 22,9 Prozent. Deutlich zulegen konnte die Mittelstandskooperation Zentek, die ihren LVP-Marktanteil aufgrund des Gewinns des Lebensmittelhändlers Edeka als Lizenzkunden auf rund 18,4 Prozent steigern konnte. Die Veolia-Tochter Belland Vision, die lange Zeit Edeka als Kunde im dualen System hielt, verlor dadurch ihre bisherige Position als Marktführer. Der Verlust des Edeka-Lizenzvolumens markiere einen strukturellen Einschnitt für Belland Vision, auch wenn dieser kurzfristig durch Industriekunden teilweise kompensiert werden konnte, wie zu hören war. Rückläufig entwickelten sich auch die Anteile von DSD sowie von Reclay, während Interzero leichte Zugewinne verbuchte....




