
Der Altmarkkreis Salzwedel will die bestehende DK-II-Deponie Lindenberg in Gardelegen ausbauen. Das kreiseigene Unternehmen Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel hat beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt einen Planfeststellungsantrag gestellt, um das Ablagerungsvolumen der Deponie um rund zwei Mio Kubikmeter zu erweitern. Seit Anfang dieses Monats liegen die Antragsunterlagen zur Einsichtnahme aus. Die Einwendungsfrist endet am 2. August.
Die Deponie Lindenberg ist seit 1994 in Betrieb. Die 1992 von der damaligen Bezirksregierung Magdeburg erteilte Genehmigung begrenzte den Deponiebau auf den fünf Hektar großen ersten Bauabschnitt. Ein in den damaligen Antragsunterlagen beschriebener Erweiterungsbereich eines zweiten und dritten Bauabschnitts wurde nicht genehmigt, steht der Deponiebetreiberin aber grundsätzlich als Erweiterungsfläche zur Verfügung. Da das Resteinlagerungsvolumen der Deponie Anfang 2021 nur noch knapp 24.000 Kubikmeter betrug und dieses voraussichtlich 2025 aufgebraucht ist, strebt die Deponie GmbH nun die planerische Umsetzung dieser Erweiterungen an.
Geplant ist, die bestehende Deponie um einen 11,4 Hektar großen zweiten Bauabschnitt zu erweitern. Außerdem wurde für den ersten Bauabschnitt eine Erhöhung der bisher genehmigten Einlagerungshöhe von 65 auf 77,5 Meter über Normalnull beantragt. In Summe ergibt sich dadurch eine neue Einlagerungskapazität von 2,02 Mio Kubikmetern. Ausgehend von einer mittleren Einlagerungsmenge von 70.000 Kubikmetern im Jahr rechnet der Altmarkkreis mit einer Deponielaufzeit von knapp unter 30 Jahren.
In den Antragsunterlagen sind Baukosten für die Deponieerweiterung in Höhe von 20,4 Mio € veranschlagt. Weitere 14,3 Mio € netto werde die spätere Oberflächenabdichtung und Rekultivierung des ersten und zweiten Bauabschnitts kosten.
Die Antragsunterlagen sind hier abrufbar.


