Deutschland verbrennt mehr Abfall

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Die energetische Verwertung von Abfällen in Feuerungsanlagen wie Biomasse- und EBS-Kraftwerken gewinnt weiter an Bedeutung. 2011 erhöhte sich der Input auf 19,7 Mio Tonnen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren es im Vorjahr 17,4 Mio Tonnen, 2009 lediglich 14,9 Mio Tonnen.

Damit hat sich die Menge der in Feuerungsanlagen verbrannten Abfälle in den letzten Jahren mehr als vervierfacht. Zu den in den Feuerungsanlagen verwerteten Mengen wurden weitere 24,4 Mio Tonnen Abfall in thermischen Abfallbehandlungsanlagen eingesetzt. Deren Menge blieb somit auf Vorjahresniveau.
Zwei Drittel der 2011 in Feuerungsanlagen thermisch verwerteten Abfälle wurden zur Energieerzeugung in Biomassekraftwerken (6,8 Mio t) und Ersatzbrennstoffkraftwerken (6,3 Mio t) eingesetzt. Die übrigen Mengen verteilen sich auf andere Kraftwerke (2,0 Mio t), Heizwerke (1,2 Mio t) und Produktionsanlagen (3,4 Mio t).
Laut dem vorläufigen Ergebnisbericht „Abfallentsorgung 2011“ gab es in Deutschland im Berichtsjahr insgesamt 8.534 Entsorgungsanlagen, die zusammengenommen 176,1 Mio Tonnen Abfall eingesetzt haben. Das sind gut 9,7 Mio Tonnen mehr als in 2010 (8.728 Entsorgungsanlagen mit 166,4 Mio t Input).
Neben den Feuerungsanlagen mit energetischer Verwertung verzeichneten insbesondere auch Deponien und Langzeitlager einen Zuwachs der Inputmenge. Mit 37,0 Mio Tonnen wurden erstmals seit 2007 wieder mehr Abfälle deponiert als im Vorjahr (2010: 34,0 Mio t).

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