Deutschland räumt auf: Silvestermüll nimmt in vielen Städten zu

Für einen sauberen Start ins neue Jahr waren nach Silvester wieder zahlreiche Aufräum- und Reinigungsteams im Sondereinsatz. Abgebrannte Böller, Raketen und zurückgelassene Flaschen sorgen traditionell dafür, dass es viel zu tun gibt – und dieses Jahr in vielen Städten noch mehr als sonst, wie unter anderem aus München, Berlin und Hamburg gemeldet wurde.

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) sammelte mit 500 Beschäftigten und 180 Fahrzeugen am Neujahrsmorgen rund 670 Kubikmeter Müll ein. Das teilte das Unternehmen auf der Plattform X mit. 2024 waren es noch 620 Kubikmeter gewesen und 2023 ca. 520 Kubikmeter. Auch im Vergleich zu den Abfallmengen vor der Corona-Pandemie ist ein deutlicher Anstieg zu erkennen: Laut früheren Angaben der BSR fielen 2020 etwa 400 Kubikmeter Müll an und 2019 um die 350 Kubikmeter.

Auch in München hat die Menge an Silvestermüll stark zugenommen: Die städtische Straßenreinigung holte rund 49 Tonnen Abfall von den Straßen – 40 Prozent bzw. 14 Tonnen mehr als 2023, wie das Baureferat der bayrischen Landeshauptstadt meldete. Allein im Innenstadtbereich und in Schwabing haben sich die Hinterlassenschaften auf zwölf Tonnen summiert. 185 Beschäftigte waren am 1. Januar ab den frühen Morgenstunden mit Kehrmaschinen, Lastwagen und Kleintraktoren im Einsatz, um aufzuräumen.

Der Hamburger Neujahrsputz fand wie üblich als Sofortmaßnahme zur Verkehrssicherung an den bekannten Feier-Hotspots statt: An den Landungsbrücken, am Fischmarkt, auf der Reeperbahn und in Fußgängerzonen der Zentren von Harburg und Bergedorf rückten insgesamt 75 Mitarbeiter der Stadtreinigung Hamburg (SRH) aus. Sie beseitigten dort laut SRH-Pressemitteilung gut 19 Tonnen Glasscherben, Flaschen, Kartonagen und Böllerreste – ungefähr fünf Tonnen mehr als im Vorjahr. Hinzu kommt der Partyabfall aus weiteren Stadtgebieten, der im Rahmen der regelmäßigen Reinigung entfernt wird.

Weniger Abfall in Köln: Böllerverbotszonen und Extra-Tonnen scheinen zu wirken

Eine „positive Bilanz“ im Sinne rückläufiger Sammelmengen zogen die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln (AWB): Weniger als 80 Tonnen Silvestermüll wurden verzeichnet, im Vergleich zum Vorjahr sank die Menge um mehr als 20 Tonnen. Gerechnet hatten die AWB mit einem gleichbleibenden Niveau. Dass die Erwartungen sogar übertroffen wurden, verbucht das Unternehmen als möglichen Erfolg mehrerer Maßnahmen: So hatte Köln wie auch andere NRW-Städte Böllerverbotszonen eingerichtet, was zu weniger entsprechenden Überresten führte. Außerdem seien die 23.000 Papierkörbe verstärkt zur Entsorgung genutzt worden sowie die zusätzlichen Eventtonnen, welche die Abfallwirtschaftsbetriebe extra für die Silvesternacht aufgestellt hatten.

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