
Die deutsche Aluminiumindustrie steht weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Laut dem Branchenverband Aluminium Deutschland (AD) sank das Produktionsvolumen 2024 das dritte Jahr in Folge. Zwar verzeichneten die Aluminium-Recycler im vierten Quartal ein Produktionsplus von drei Prozent auf knapp 650.000 Tonnen, die Jahresproduktion lag mit rund 2,7 Mio Tonnen Recyclingaluminium aber zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch die Hersteller von Aluminiumhalbzeug mussten 2024 einen Produktionsrückgang von drei Prozent auf 2,3 Mio Tonnen hinnehmen.
Laut AD-Präsident Rob van Gils werden „auch 2025 die Bäume nicht in den Himmel wachsen“ Umso wichtiger sei es, nach den Koalitionsverhandlungen sofort klare Akzente zu setzen, damit das Vertrauen in den Standort Deutschland zurückkehrt und die Konjunktur wieder anspringt. „Die nächste Bundesregierung muss die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zur obersten Priorität der Legislatur machen, um den Turnaround zu schaffen“, so van Gils.
Wie berichtet, hatte der Verband erst kürzlich ein Positionspapier mit sechs Handlungsempfehlungen für die kommende Regierung veröffentlicht. Dazu zählen unter anderem „Maßnahmen, die den Verbleib von Schrotten in der EU sichern“ sowie eine Stärkung der Technologieführerschaft in der Kreislaufwirtschaft.



