
Die Danpower Biomasse (DB) hat im Geschäftsjahr 2024 einen Rückgang der Umsatzerlöse um rund zwölf Prozent auf 29,0 Mio. € verzeichnet. Hauptursache hierfür waren sinkende Stromerlöse infolge eines rückläufigen Marktpreisniveaus sowie der Wegfall von Flexprämien an einzelnen Standorten. Das geht aus dem im Unternehmensregister veröffentlichten Jahresabschluss hervor. Die Danpower Biomasse mit Sitz in Potsdam ist vollständig im Konzern der Danpower GmbH integriert und über diese mittelbar Teil des Enercity-Konzerns in Hannover.
Die Stromerlöse reduzierten sich von 15,6 Mio. € im Vorjahr auf 12,9 Mio. €. Auch die Erlöse aus dem Gas- bzw. Biomethanverkauf gingen leicht zurück auf 7,7 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €). Demgegenüber blieben die Wärmeerlöse nahezu unverändert bei knapp 5,1 Mio. €. Die Ertragslage konnte dennoch durch Effizienzmaßnahmen und Preisanpassungen im Wärmebereich stabilisiert werden.
Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung lag mit 3,0 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 5,8 Mio. €. Dennoch sei das Ergebnisziel laut Geschäftsführung im Wesentlichen erreicht worden.
Die Gesellschaft betreibt mehrere Biogasanlagen sowie ein Biomasseheizkraftwerk in Pfaffenhofen. Am Standort Wittenburg musste die Biogasaufbereitungsanlage infolge der Insolvenz des Handelspartners Landwärme GmbH ab August 2024 außerplanmäßig stillgelegt werden. Die freigewordenen Biomethanmengen wurden kurzfristig im BHKW verstromt. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen 40 Mitarbeiter, vier mehr als im Jahr 2023.
Für den Standort Lichtensee plant Danpower eine Kapazitätserweiterung durch zusätzliche Lagerbehälter, nachdem im Jahr 2024 die Flexprämie weggefallen ist. Die Biogasanlage in Bad Köstritz erhielt 2023 einen Zuschlag zur EEG-Fortführung über zehn Jahre, soll jedoch mittelfristig auf Biomethanproduktion umgestellt werden. Im Heizkraftwerk Pfaffenhofen wurde 2024 in den Ausbau des Fernwärmenetzes und in eine innovative KWK-Anlage investiert. Zusätzlich wurde ein neues Inselnetz mit 100 Hausanschlüssen übernommen. Die installierte Leistung der Danpower Biomase belief sich im Berichtszeitraum auf ca. 14 Megawatt elektrische Leistung sowie ca. 26 Megawatt thermische Ausspeiseleistung.
Trotz der Unsicherheiten am Strommarkt und steigender Beschaffungskosten erwartet die DB-Geschäftsführung weiterhin positive Jahresergebnisse. Als Chance sieht man insbesondere den Ausbau der Fernwärme und flexible Biomethan-Speicherkraftwerke.



