Cewep trauert um Gründungspräsidenten Ferdinand Kleppmann

Der europäische Verband der Betreiber von Müllverbrennungsanlagen Cewep trauert um seinen Gründungspräsidenten Ferdinand Kleppmann. Wie der Verband mitteilt, ist Kleppmann am 1. Juni im Alter von 74 Jahren verstorben.

Kleppmann war bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2017 über mehr als 15 Jahre hinweg Präsident von Cewep und prägte die europäische Abfallverbrennungsbranche entscheidend mit. Als treibende Kraft hinter der Gründung habe er sich früh für eine stärkere europäische Zusammenarbeit und eine faktenbasierte Kommunikation gegenüber Politik und Öffentlichkeit ein, hebt der Verband hervor. Unter seiner Führung sich Cewep zu einer anerkannten Stimme in der europäischen Abfallpolitik entwickelt. Der Verband vertritt inzwischen nach eigenen Angaben mehr als 80 Prozent des Marktes.

Der Cewep-Vorsitzende Paul De Bruycker würdigte seinen Vorgänger Kleppmann als „Vordenker“ und „Integrationsfigur“ der Branche, dessen Wirken weit über strukturelle Errungenschaften hinausreiche. Auch Verbandsgeschäftsführerin Ella Stengler erinnerte an seine Rolle als frühen Überzeugungstäter mit einem klaren Nachhaltigkeitsanspruch – geprägt nicht zuletzt durch die Müllproblematik seiner Heimatstadt Würzburg.

Neben seinem beruflichen Engagement bleibt Ferdinand Kleppmann dem Verband auch als Mensch in Erinnerung: als lebensfroher Gesprächspartner mit Sinn für Humor, gutes Essen und Wein.

Auch die Gründung der Interessengemeinschaft der thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) hatte Kleppmann 1999 initiiert. Den Verband leitete er bis 2015 als Vorsitzender. Dem Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg (ZVAWS) stand Kleppmann bis 2013 insgesamt 24 Jahre als Geschäftsleiter vor.

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