Der bayrische Entsorger Büchl darf künftig am Standort Ingolstadt weitere asbesthaltige Abfälle behandeln. Das Unternehmen hat eine erweiterte Genehmigung von künstlichen Mineralfaserabfällen (KMF) mit einem Asbestanteil von unter einem Prozent erhalten. Damit könne man im Kompetenzzentrum in Ingolstadt künftig auch KMF-Abfälle aus älteren Industrieisolierungen in größeren Mengen behandeln und in eine deponiegerechte Form überführen, teilt Büchl mit.
Der Entsorger betreibt nach eigenen Angaben bereits seit Jahren einen nach Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigten stationären Dauer-Sanierungsbereich für Asbest und KMF in Bayern. Dort können neben klassischen asbesthaltigen Bauteilen auch großformatige Komponenten wie Stahlträger mit asbesthaltigem Anstrich bearbeitet werden. Die schadstoffhaltigen Bauteile werden mit einem eigenen Fuhrpark an der Anfallstelle übernommen und zur fachgerechten Behandlung transportiert.
Das Unternehmen verweist zudem auf die Inbetriebnahme einer Materialschleuse für Asbestsanierungsarbeiten. Dadurch könnten inzwischen mehr als 90 Prozent der behandelten und sanierten Bauteile einer Verwertung zugeführt werden, wodurch zugleich Deponiekapazitäten geschont würden.
„Gerade bei komplexen Aufgabenstellungen im Bereich der Asbestentsorgung stoßen Standardlösungen an ihre Grenzen“, betont Büchl-Geschäftsführer Jürgen Kienlein. Mit der Erweiterung der Genehmigung schaffe das Unternehmen zusätzliche Entsorgungslösungen für Industrie-, Rückbau- und Sanierungsprojekte in Bayern und darüber hinaus.




