BRB, GVSS, IGAM und Gütegemeinschaft Schadstoffsanierung bündeln ihre Kräfte

Vier Fachverbände aus dem Bereich der Baustoffverwertung und Schadstoffsanierung verstärken ab dem 1. Juli ihre Zusammenarbeit: Die Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe (BRB), der Gesamtverband Schadstoffsanierung (GVSS), die Gütegemeinschaft Schadstoffsanierung und die Interessengemeinschaft der Aufbereiter und Verwerter von Müllverbrennungsschlacken (IGAM) beziehen gemeinsam neue Geschäftsräume in der Reinhardtstraße 16 in Berlin. Ziel ist eine engere operative und politische Kooperation unter Leitung der beiden langjährigen Geschäftsführer Sandra Giern und Maximilian Meyer.

Die räumliche Nähe zu weiteren Verbänden der mineralischen Rohstoffwirtschaft, darunter der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (bbs), soll die inhaltliche Vernetzung stärken. Gemeinsam will man die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft und des nachhaltigen Bauens künftig noch gezielter angehen.

Die Notwendigkeit engerer Zusammenarbeit ergibt sich aus den wachsenden Anforderungen beim Rückbau und der Sanierung von Bestandsgebäuden. Schadstoffbelastungen und schwer trennbare Verbundmaterialien erschweren die sortenreine Rückgewinnung mineralischer Rohstoffe. Voraussetzung für den Wiedereinsatz sei ein koordinierter Rückbau mit qualifizierter Ausschleusung von Stör- und Gefahrstoffen, so die Verbände.

BRB-Vorstand Michael Stoll sieht in der Neuaufstellung eine große Chance, etwa für die Novellierung der Ersatzbaustoffverordnung und die Etablierung praktikabler Abfallende-Regelungen für mineralische Ersatzbaustoffe. GVSS-Vorstand Olaf Dünger verweist auf die Bedeutung der LAGA M23 und der Gefahrstoffverordnung zur Asbestausschleusung und hofft auf mehr politisches Gewicht für die Verbände. IGAM-Vorstand Dieter Kersting betont das Potenzial hochwertiger Recyclinggesteinskörnungen aus HMV-Schlacke für klimaschonende Bauprodukte – insbesondere bei engerer Abstimmung mit den Produzenten.

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