Brände: Großeinsätze bei mehreren Abfallwirtschaftsunternehmen

Die Sommermonate sind der Jahresabschnitt, in dem es besonders häufig brennt. Davon bleibt auch die Abfallwirtschaft nicht verschont. Die Feuerwehren mussten in den letzten zwei Wochen mehrere Großeinsätze bei Recyclingunternehmen bewältigen.

Brand bei Remondis in der Pfalz

Anfang dieser Woche hat es auf dem Gelände des Entsorgers Remondis in Neustadt an der Weinstraße gebrannt. Dort gelagerter Wertstoffmüll hatte in der Nacht zum Dienstag Feuer gefangen. Ein Feuerwehrmann sei bei dem Einsatz leicht verletzt worden, teilte die Einsatzleitung mit. Die Brandursache war zunächst noch unklar. Auch die Schadenshöhe sei vorerst nicht zu beziffern, hieß es. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr die Anwohner gebeten, wegen der starken Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Um das Feuer zu löschen, musste eine Schlauchleitung von etwa 1,5 Kilometern Länge gezogen werden, berichtete der SWR.

Brand in Kölner Lagerhalle

Auch in Köln hat ein Brand auf dem Gelände einer Recyclingfirma zu einem Großeinsatz geführt. Wie die Feuerwehr Anfang der letzten Woche mitteilte, breitete sich am Montag aus bislang unbekannten Gründen ein Feuer in einer Lagerhalle des Entsorgungsunternehmens CDH aus. Verletzt wurde niemand. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer zunächst unter Kontrolle bringen, etwas später flammte der Brand erneut auf. Die Nachlöscharbeiten dauerten am folgenden frühen Morgen noch an. Die Schadenshöhe war noch nicht zu beziffern. Wegen starker Rauchentwicklung musste auch hier die Feuerwehr vorübergehend den Anwohnern raten, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten.

Zwei Brände bei der FES

Auch Im Mühlheizkraftwerk der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) kam es am Freitag den 19.08 zu einem Brand. In dem Kraftwerk im Stadtteil Heddernheim geriet gelagerter Müll aus bislang unklaren Gründen in Brand, wie ein Sprecher der Feuerwehr in Frankfurt mitteilte. Eine Gefährdung für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Die Feuerwehr hatte eine Information wegen Geruchsbelästigung über Warn-Apps herausgegeben. Dies sei aufgrund der Rauchentwicklung jedoch nur aus informativen Gründen geschehen, so der Feuerwehr-Sprecher.

Zu beginn dieser Woche musste die FES die nächste Hiobsbotschaft verkraften. Eine wohl fälschlicherweise im Altpapier gelandete Altbatterie verursachte ein Feuer in der Altpapiersortieranlage der FES im Stadtteil Fechenheim. Da sich das Feuer auf weitere Gerätschaften wie Förderbänder und Sortiermaschinen ausbreitete entstand ein Sachschaden von über 500.000 €, berichtete das Polizeipräsidium Frankfurt Da momentan zwar nicht von einer Brandstiftung ausgegangen wird, diese jedoch noch nicht völlig ausgeschlossen werden kann, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen bereits aufgenommen.

Brand in Werkshalle gefüllt
mit Ersatzbrennstoffen

Des Weiteren hat Mitte August ein Brand in einer Werkshalle in der Nähe von Leipzig, in der Ersatzbrennstoffe lagerten, die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Laut einer Polizeisprecherin habe es in voller Ausdehnung in der Halle der Kreiswerke Delitzsch gebrannt. Außerdem lag eine starke Rauchentwicklung vor. Die Feuerwehr warnte daher die Anwohner vor dem aufsteigenden Qualm per Durchsage.

Die Schadenshöhe liegt laut einer Polizeisprecherin im niedrigen siebenstelligen Bereich. Nach Angaben der Sprecherin war das Feuer in der etwa 2.400 Quadratmeter großen Halle am Mittwoch den 17.08 ausgebrochen. Zudem geriet vermutlich durch Funkenflug auch eine angrenzende Grün- und Unterholzfläche mit einer Größe von rund 600 Quadratmetern in Brand. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Entstehung des Großbrandes.

Besonders schwer von den Bränden betroffen war außerdem ein Standort des Berliner Entsorgers ALBA in Pforzheim. Dort hat es innerhalb eines Monats bereits zum zweiten Mal gebrannt (EUWID 32 / 2022). In beiden Fällen entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Auch Brandstiftung kann zunächst nicht ausgeschlossen werden. (Eigener Bericht / Eigener Bericht)

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