
Das Biomassekraftwerk Lünen hat im Geschäftsjahr 2023 mit 22,8 Mio € nach zuvor 25,8 Mio € erheblich weniger Umsatz erzielt. Noch deutlich höher fiel der Rückgang allerdings beim Jahresüberschuss aus: Nach 8,64 Mio € im Jahr 2022 stehen unter dem Strich für 2023 noch 510.000 €. Ursächlich sind in erster Linie geringere Erlöse für die Annahme von Reststoffen und Altholz (300.000 € im Jahr 2023 gegenüber 3,16 Mio € in 2022) sowie drastisch gestiegene Brennstoffkosten für Altholz (9,79 Mio € nach zuvor 880.000 €).
Demgegenüber blieb die ins Netz eingespeiste Strommenge sowohl preislich als auch mengenmäßig auf dem Niveau des Vorjahres. Die BMK Biomassekraftwerk Lünen GmbH ist eine gemeinsame Gesellschaft der Iqony Energies (50,9 Prozent) und der Remondis Region West (49,1 %). Das 2006 in Betrieb genommene Kraftwerk hat eine installierte Leistung von 20 MW elektrisch und bis Ende 2026 Anspruch auf eine EEG-Förderung. Ende 2023 war die Festvermarktung des Stromabsatzes ausgelaufen, zunächst erfolgte dann eine Vermarktung zu Marktpreisen unterhalb des EEG-Niveaus, im März 2024 kehrte die Anlage in die EEG-Vergütung zurück.
Der im Verlauf des Jahres 2023 eingetretene Rückgang der Preise auf dem Altholzmarkt wird im Jahr 2024 über die Preisanpassung der Bezugsverträge zu geringeren Brennstoffkosten führen. Dieser Effekt werde allerdings aus Sicht der Geschäftsführung mit Stand Anfang September letzten Jahres den Rückgang der Stromerlöse nicht kompensieren, sodass für 2024 mit einem deutlich negativen Gesamtergebnis zu rechnen sei.



