
Nach Einschätzung des Verbands der Humus- und Erdenwirtschaft (VHE) reagieren Kommunen und Entsorger verstärkt auf die ab Anfang Mai geltenden strengere Regelungen zu Fremdstoffen im Bioabfall. Immer mehr Kommunen setzten auf moderne Sensortechnik, um falsch befüllte Biotonnen zu erkennen. „Die Kommunen sehen sich zu diesen Maßnahmen gezwungen“, so VHE-Geschäftsführer Michael Schneider. Insbesondere Kunststoffe und Glas machten den Kompostanlagen immer mehr zu schaffen.
Die hochsensiblen Messsysteme teilten den Abfallladern in Sekundenschnelle mit, ob in der Biotonne unerwünschte Bestandteile wie Kunststoffe, Glas und Metalle enthalten sind. Schlagen die Sensoren Alarm, werde die Tonne nicht geleert. „Wer Fehlwürfe verursacht, müsse damit rechnen, dass die Tonne stehen bleibt oder Zusatzgebühren anfallen. Bei geringfügigen Verstößen beließen es viele Kommunen zunächst bei einer Verwarnung. Wenn wir es nicht schaffen, die Qualität des Bioabfalls zu verbessern, werden die Müllgebühren steigen“, warnt Schneider.
Alle könnten dazu beitragen, dass die Biotonne eine wertvolle Quelle für Komposte und erneuerbare Energie werde. Wer unsicher sei, was genau in die Biotonne darf, sollte einen Blick in die örtliche Abfallsatzung werfen oder sich direkt bei der Abfallberatung vor Ort informieren, rät Schneider.



