
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) haben im letzten Jahr weniger Abfälle entsorgt. Wie das kommunale Entsorgungsunternehmen in seiner aktuell veröffentlichten Entsorgungsbilanz mitteilt, wurden der BSR AöR 2025 rund 1,22 Mio. Tonnen nicht-gefährliche Abfälle überlassen. Das waren knapp zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das Berliner Abfallaufkommen war in den letzten zehn Jahren durch eine große Konstanz gekennzeichnet und bewegte sich meist zwischen 1,21 und 1,23 Mio. Tonnen. Nur in den Coronajahren 2020 und 2021 lag es mit über 1,28 Mio. Tonnen etwas höher.
Den größten Teil des Berliner Abfallaufkommens machte 2025 wie üblich Haus- und Geschäftsmüll aus. Hiervon fielen rund 776.000 Tonnen an – ein Rückgang um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber stieg die Menge von „Sperrmüll im weiteren Sinne“, wozu die BSR neben gemischtem Sperrmüll auch Altholz und Altmetalle zählt, um vier Prozent auf rund 129.000 Tonnen. Noch deutlicher um zehn Prozent auf 18.000 Tonnen stieg das Aufkommen hausmüllähnlicher Gewerbeabfälle.
Die Menge der über die Biotonne sowie Laub- und Gartentonnen erfassten Abfälle belief sich im letzten Jahr den Angaben zufolge auf rund 120.000 Tonnen und lag damit geringfügig – minus 400 Tonnen – unter dem Vorjahresniveau. Auch das Grünabfallaufkommen entwickelte sich auf 53.000 Tonnen rückläufig. Hier lag das Minus bei über vier Prozent.
Bei den Wertstofffraktionen standen Mengenrückgänge beim Altpapier und den gemischten Verpackungsabfällen, die sich um ein bzw. fünf Prozent reduzierten, Zuwächse bei der Sammlung von Altglas und Alttextilien um zwölf bzw. fünf Prozent gegenüber.
Vom gesamten Siedlungsabfallaufkommen wurde knapp die Hälfte thermisch behandelt. Allein 554.000 Tonnen wurden im BSR-eigenen Müllheizkraftwerk Ruhleben entsorgt, was im Vorjahresvergleich einen Anstieg um knapp 10.000 Tonnen bedeutet.
Der Anteil der mechanisch bzw. mechanisch-physikalisch behandelten Siedlungsabfälle lag wie 2024 bei 23 Prozent. Die Menge der in Vergärungs- und Kompostierungsanlagen behandelten Abfälle lag ebenfalls konstant bei rund 14 Prozent. Die restlichen 13 Prozent der Abfälle gingen erneut in Sortier- und Aufbereitungsanlagen.



