BEE: Speicherkapazitäten primär für BECCS reservieren

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Durch das Pariser Klimaschutzabkommen hat sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2045 in Deutschland Klimaneutralität zu erreichen. Bausteine hierfür sind nach dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Defossilisierung der Sektoren und einer Steigerung der Energieeffizienz auch die Abscheidung und Speicherung oder Nutzung von nicht-biogenem CO2 (CC(U)S).

Ein erhebliches Potenzial, so der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) in einem Positionspapier, liege in der Abscheidung und Speicherung von CO2 aus Bioenergieanlagen (BECCS). Dazu gehörten etwa Bioethanolanlagen, Biogasanlagen, Holzheizkraftwerke sowie Biomasse-Pyrolyseanlagen zur Produktion von Pflanzenkohle.

Eine Kurzstudie im Auftrag des BBE beziffert das CO2-Abscheidepotenzial von BECCS allein mit dem heutigen Biomasse-Anlagenpark (ohne Pflanzenkohleherstellung aus Pyrolyse) auf über 13 Mio Tonnen CO2 pro Jahr. Gehe man von einem der Energiewende förderlichen Biomasse-Anlagen-Zubau aus, steige das Potenzial auf über 30 Mio Tonnen CO2 pro Jahr. So könnte BECCS in Deutschland theoretisch bis zu 60 Prozent der erwarteten unvermeidbaren Restemissionen ausgleichen.

Der BEE spricht sich daher in seinem Positionspapier dafür aus, die begrenzten Transport- und Speicherkapazitäten primär für die unvermeidbaren industriellen Emissionen und für Negativemissionen aus BECCS-Anwendungen zu reservieren. Eine solche klare Priorisierung gewährleiste, dass CCS- und CCU-Technologien dort eingesetzt werden, wo sie mittel- und langfristig die höchste Kosteneffizienz bei gleichzeitig größtmöglichem Beitrag zur Klimaneutralität erzielen.

Über die Potenziale der CO2-Abscheidung hinaus biete die Biomassenutzung mit BECCU-Technologien die Möglichkeit, langfristig zum stofflichen CO2-Bedarf der Industrie beizutragen. Auch in einer fossilfreien Zukunft werde in zahlreichen chemischen und industriellen Prozessen weiterhin CO2 benötigt, argumentiert der BEE. Laut Carbon-Management-Strategie der Bundesregierung soll dieser stoffliche Bedarf durch CO2-Abscheidung bei der Nutzung von Biomasse (BECCU) gedeckt werden, was seitens des BEE ausdrücklich begrüßt wird.

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