BDSV und VDM unterzeichnen Verschmelzungsvertrag zur Circular Metal Association

Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) und der Verband Deutscher Metallhändler und Recycler (VDM) haben den Verschmelzungsvertrag zur Circular Metal Association (CMA) unterzeichnet. Damit sei die rechtliche Grundlage für die Entstehung des neuen gemeinsamen Verbands geschaffen worden, teilten BDSV und VDM nach ihrer ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung gestern in Dresden mit. Die Pläne für den Zusammenschluss waren bereits seit längerem bekannt.

Rechtskraft erlangt die Verschmelzung den Angaben zufolge erst mit der Eintragung ins Vereinsregister. Dieser Schritt sei für die kommenden Wochen vorgesehen. Bis dahin führen BDSV und VDM ihre Tätigkeiten unter den bestehenden Strukturen fort. Mit Vollzug der Eintragung erlöschen beide Verbände als eigenständige Rechtspersönlichkeiten; Rechte, Pflichten und Mitgliedschaften gehen dann auf die CMA über.

Laut BDSV und VDM markiert der Zusammenschluss einen Meilenstein, aus dem einer der bedeutendsten und größten Verbände der Stahl- und Metallrecyclingbranche in Europa hervorgeht. Die CMA vereine das gesamte Spektrum des Stahl- und Metallrecyclings unter einem Dach: von der Sammlung und Aufbereitung über den Handel bis zur Belieferung der metallverarbeitenden Industrie ab. Einbezogen seien auch der Handel mit Neumetallen, Ferrolegierungen und Sondermetallen.

Als führender Branchenverband im deutschen Sekundärrohstoff- und Metallrecyclingsektor bündele die CMA erhebliche wirtschaftliche und fachpolitische Repräsentanz. Auf europäischer Ebene stärke die Vereinigung die Positionierung gegenüber Institutionen wie dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission sowie in internationalen Branchenorganisationen wie Recycling Europe und dem Bureau of International Recycling (BIR).

Murat Bayram wird CMA-Präsident

„In einer Zeit globaler Umbrüche braucht Europa mehr Vertrauen in seine Unternehmen, mehr Raum für Innovation und starke, offene Rohstoffkreisläufe“, erklärte der bisherige VDM-Präsident und neue CMA-Präsident Murat Bayram. Die CMA werde sich dafür einsetzen, „dass Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit Hand in Hand gehen“.

Für CMA-Vizepräsident Andreas Schwenter, bisher Präsident der BDSV, ist die Fusion „weit mehr als ein organisatorischer Zusammenschluss“. Sie sei „ein klares Bekenntnis zur Zukunft unserer Branche“. Mit der CMA würden die Kräfte zweier traditionsreicher Verbände vereint und eine Organisation geschaffen, „die die gesamte Wertschöpfung des Stahl- und Metallrecyclings repräsentiert“. Damit gebe man „die richtige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit: mehr Schlagkraft, mehr Sichtbarkeit und mehr Einfluss für eine Branche, ohne die eine nachhaltige Industrie und echte Kreislaufwirtschaft nicht denkbar sind“.

Die Geschäftsführung der CMA sollen, wie berichtet, der bisherige BDSV-Geschäftsführer Guido Lipinski und die zum 1. Juli neu eingestellte VDM-Hauptgeschäftsführerin Kristin Stegen als Doppelspitze übernehmen. Bereits zuvor hatten BDSV und VDM erklärt, dass die CMA rückwirkend zum 1. Januar 2026 verschmolzen werden soll. Nach früheren Angaben soll der Vereinssitz am VDM-Standort Berlin liegen; die bisherige BDSV-Geschäftsstelle in Düsseldorf soll ebenfalls erhalten bleiben.

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