
Die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) und der Verband Deutscher Metallhändler und Recycler (VDM) rücken enger zusammen. Bei der BDSV-Jahrestagung in München bekräftigten die beiden Verbände den schon seit einigen Monaten diskutierten Plan, die politische Interessenvertretung der beiden Branchen stärker zu bündeln und letztlich in einem Verband zusammenzuführen.
„Wir brauchen mehr und stärkere Lobbyarbeit für unsere Verbände. Wir wollen den einen perfekten Verband. Das ist unser Bestreben“, gab BDSV-Präsident Andreas Schwenter die Zielrichtung vor. Sollte der Zusammenschluss gelingen, würde der neue Verband mit fast tausend Mitgliedern zu einer der größten Branchenorganisationen aufsteigen.
Auch VDM-Vizepräsident Achim Lindhorst unterstrich in München den Wunsch der gesamten Stahl- und Metallrecyclingwirtschaft nach einer „optimalen Vertretung“ gegenüber der Politik und der Industrie. „Je mehr wir unsere Interessen bündeln können, desto erfolgreicher werden wir sein.“ Gleichzeitig dürfe keiner der beiden Verbände seine eigene DNA ganz aus den Augen verlieren. Dennoch seien sich BDSV und VDM bewusst, „dass es auf beiden Seiten heilige Kühe geben wird, die wir vielleicht auf dem Weg zu unserem Ziel schlachten müssen“, so Lindhorst.
Wie Schwenter ausführte, haben sich die Präsidien von BDSV und VDM darauf verständigt, einen Lenkungskreis sowie gemeinsame Arbeitsausschüsse zu gründen, um die Zusammenarbeit zu intensivieren und die Fusionspläne voranzutreiben. Allerdings werde der neue Verband kein Schnellschuss sein, verwies Lindhorst auf die Komplexität des Vorhabens. Seine Hoffnung sei, innerhalb der nächsten zwei Jahre die Gründungsversammlung abzuhalten.



