Zusätzliche Wertschöpfung, resilientere Lieferketten, geringere Rohstoffabhängigkeiten und ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz: Die Kreislaufwirtschaft könnte sich zu einem strategischen Wachstumsmotor für den Industriestandort Deutschland entwickeln. Zu dieser Einschätzung kommt eine von der Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) erstellte Studie. Kumuliert könnten die untersuchten Kreislaufhebel bis 2045 eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 700 bis 880 Mrd. € erzeugen. Die Bruttowertschöpfung zirkulärer Geschäftsmodelle könnte bis 2045 von heute rund 60 Mrd. € auf etwa 125 Mrd. € pro Jahr steigen.
Anlässlich der Studienpräsentation am Dienstag auf der IFAT in München betonten die Autoren dabei ausdrücklich, dass die Untersuchung keine idealisierte Zielvision einer vollständig umgebauten Wirtschaft entwerfe. Vielmehr analysiere sie, welche Potenziale sich bereits innerhalb der heutigen Industriestrukturen mit vergleichsweise überschaubaren regulatorischen Anpassungen und finanziellen Mitteln erschließen ließen.
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