BDE startet neuen Arbeitskreis Metallrecycling

Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) hat die Gründung eines neuen Arbeitskreises Metallrecycling bekannt gegeben. Die konstituierende Sitzung fand am 17. März statt. Ziel des Gremiums sei es, den Austausch zwischen Branchenexperten zu intensivieren und innovative Konzepte zur Förderung des Metallrecyclings zu entwickeln. Die nächste Sitzung ist für den 4. Juni in der Berliner BDE-Geschäftsstelle geplant.

BDE-Präsidentin Anja Siegesmund bezeichnete die Gründung des Arbeitskreises als „wesentlichen Schritt“ für den Verband. „Wir setzen wichtige Impulse, um die Zukunft der Metallindustrie am Produktionsstandort Deutschland gemeinsam mit den Unternehmen der Kreislaufwirtschaft und der Recyclingbranche zu gestalten“, so Siegesmund.

Bernd Fleschenberg, COO der Remondis-Tochter TSR und Vorsitzender des Arbeitskreises, betonte die Bedeutung strategischer Ansätze zur Erhöhung des Recyclinganteils in der Metallindustrie. „Ein zentraler Hebel dafür ist der intensive Austausch mit der Metallbranche – etwa der Stahl-, Aluminium- und Kupferindustrie“, erklärte er. Zudem wolle man sich für eine stärkere Akzeptanz von Recyclingrohstoffen in Politik und Industrie einsetzen und aktuelle Themen wie den grenzüberschreitenden Handel, die Batteriebrandproblematik oder regulatorische Vorgaben lösungsorientiert angehen.

Wie der BDE weiter betont, steht die Metallindustrie in Deutschland und Europa aktuell unter Druck. Globale Überkapazitäten im Stahlsektor und eine rückläufige Nachfrage bedrohten den Absatzmarkt der Stahlindustrie. Hohe Energiekosten sowie der Umstieg zur ressourcenschonenden Elektrolichtbogenofen-Technologie (EAF) stellten die Branche vor weitere Herausforderungen, die für viele Stahlhersteller große Investitionen und strukturelle Veränderungen erforderten.

Der Verband begrüßt daher den von der EU-Kommission Anfang März gestarteten strategischen Dialog zur Zukunft der europäischen Stahlindustrie. Der BDE tritt für ein koordiniertes Vorgehen zwischen den Verbänden der Metallproduktion und des Metallrecyclings ein, um im Interesse der Unternehmen tragfähige Rahmenbedingungen zu gestalten. Der Arbeitskreis Metallrecycling soll dabei die Präsenz des BDE in Berlin und Brüssel nutzen, um die Politik für die drängenden Aufgaben der Metallbranche zu sensibilisieren und vor allem auf europäischer Ebene mitzugestalten.

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