BDE: ElektroG-Novelle bleibt hinter den Erwartungen zurück

Am Mittwoch befasst sich das Bundeskabinett mit der Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG). Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft (BDE) begrüßt die Überarbeitung grundsätzlich, hält sie jedoch lediglich für einen ersten Schritt. Aus Sicht des Verbandes bleibt die Novelle deutlich hinter dem zurück, was nötig wäre, um die Kreislaufwirtschaft wirksam zu stärken und drängende Probleme wie Batteriebrände anzugehen.

„Die aktuelle Novelle des Elektroaltgerätegesetzes greift zu kurz. Wir begrüßen, dass es mit dem so genannten Thekenmodell erste Schritte in die richtige Richtung geht“, erklärt die geschäftsführende BDE-Präsidentin Anja Siegesmund. Durch das Modell soll die Rückgabe kleiner Elektroaltgeräte wie elektrischer Zahnbürsten oder Rasierer vereinfacht werden. Das wachsende Problem von falsch entsorgten Lithium-Ionen-Akkus und die daraus resultierenden Brände bleibe in der Gesetzesänderung jedoch unberücksichtigt. „Das ist eine verpasste Chance. Wir brauchen endlich ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Rücknahme von Altgeräten, das auch die täglich steigende Menge von in Verkehr gebrachten Produkten mit eingebauten Lithiumbatterien in den Blick nimmt, die – falsch entsorgt – täglich Batteriebrände auslösen“, so Siegesmund weiter. Die Unternehmen und Beschäftigten der Entsorgungswirtschaft benötigten dringend politische Unterstützung, um dieser Entwicklung begegnen zu können....

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