
Mit einem gemeinsamen Spatenstich haben die Gesellschafter der Klärschlammverwertung am Rhein (KLAR) GmbH am Montag vergangener Woche den Bau ihrer Monoverbrennungsanlage für Klärschlamm am Standort Köln-Merkenich offiziell eingeläutet. Das Projekt sei ein zentraler Baustein für eine zukunftssichere und kommunale Klärschlammverwertung in Köln und der Region, teilte die KLAR GmbH mit.
Voraussetzung für den Baubeginn war die immissionsschutzrechtliche Genehmigung, die die Bezirksregierung Köln im Februar 2026 erteilt hat. Diese umfasst die Errichtung der baulichen und verfahrenstechnischen Anlagen. Dass das Genehmigungsverfahren zügig abgeschlossen werden konnte, habe frühzeitig Planungssicherheit für das Projekt und den nun erfolgten Baubeginn geschaffen, so die KLAR GmbH.
Wie berichtet, haben die Stadtentwässerungsbetriebe Köln gemeinsam mit den Stadtwerken Köln, der Bundesstadt Bonn und weiteren kommunalen Kläranlagenbetreibern die KLAR gegründet, um die Klärschlammverwertungsanlage zu planen, bauen und zu betreiben. Die Anlage soll in Rheinnähe auf einem ehemaligen Kraftwerksstandort der Rheinenergie errichtet werden und ab 2029 bis zu 39.000 Tonnen Klärschlamm-Trockensubstanz von zwei Millionen Einwohnern pro Jahr verbrennen. Etwa die Hälfte des Schlamms soll dabei aus Köln, 20 Prozent aus Bonn und rund 30 Prozent aus Nachbarkommunen stammen.
Der Spatenstich markiere einen wichtigen Meilenstein für das Projekt, sagte Holger Pöttmann, Geschäftsführer der KLAR GmbH. „Er zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten – von den Gesellschaftern über die Genehmigungsbehörden bis hin zu Projektpartnern und Fachplanern – konstruktiv und lösungsorientiert zusammenarbeiten. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass noch ein weiter Weg vor uns liegt, den wir mit der gleichen Sorgfalt und Verantwortung weitergehen werden.“



