
In Mecklenburg-Vorpommern werden immer weniger Bau- und Abbruchabfälle aufbereitet und verwertet. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, summierte sich die Menge der insgesamt in den Recycling- und Asphaltmischanlagen behandelten Abfälle im Jahr 2022 auf lediglich noch 1,15 Mio Tonnen. Das waren 17 Prozent weniger als im Vorerhebungsjahr 2020 und knapp 70 Prozent weniger als im Rekordjahr 2000. Vor allem im Bereich der Bauschuttaufbereitung sind die Inputmengen seither deutlich gesunken.
Den Angaben zufolge wurden den 44 mobilen und stationären Bauschuttaufbereitungsanlagen des Landes im Jahr 2022 rund 899.000 Tonnen Bauschutt, Bodenaushub, Straßenaufbruch und Baustellenabfälle zugeführt. Gegenüber dem Vorerhebungsjahr 2020 entspricht dies einem Rückgang um 20 Prozent, gegenüber dem Jahr 2000 sogar um 74 Prozent. Die in den Bauschuttaufbereitungsanlagen gewonnenen Erzeugnisse wurden 2022 zu 86 Prozent (rund 773.000 Tonnen) für die Verwendung im Straßen- und Wegebau eingesetzt. Für die Verwendung im sonstigen Erdbau wurden elf Prozent (95.000 Tonnen) der gewonnenen Erzeugnisse eingesetzt.
Des Weiteren gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Berichtsjahr 2022 acht Asphaltmischanlagen, in denen 250.000 Tonnen Ausbauasphalt zu Heißmischgut für den Straßen- und Wegebau aufbereitet wurden. Im Vergleich zu 2020 ist die Einsatzmenge damit um sechs Prozent gesunken, lag aber gut 3.000 Tonnen höher als im Jahr 2000.



