
Auf der Suche nach politischer Unterstützung im Kampf gegen die wachsende Zahl an Bränden in Entsorgungsanlagen haben sich die Entsorgungs- und Recyclingverbände heute in einem Schreiben an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gewendet. Die Unternehmen, die einen wichtigen Beitrag zur Rohstoffversorgung leisten, dürften nicht alleine gelassen werden, schließlich tragen sie auch nicht die Verantwortung für die Produkte, fordern BDE, BDSV, bvse und VDM.
Obwohl die Branche die Politik bereits auf verschiedenen Wegen auf das für die Betreiber von Entsorgungsanlagen existenzbedrohende Problem hingewiesen habe, seien bisher keine wirksamen Gegenmaßnahmen ergriffen worden, kritisieren die Verbände. Auch der Gesetzentwurf zur Novelle des ElektroG bleibe weit hinter den Erwartungen der Branche zurück.
In dem Schreiben an Scholz verweisen die Verbände außerdem auf das im Koalitionsvertrag angekündigte Anreizsystem für die umweltgerechte Entsorgung von bestimmten Elektrogeräten und gefährlichen Lithium-Ionen-Batterien. Auch die bereits mehrfach vorgebrachten Forderungen der Branche nach einem Batteriepfand, einer Fondslösung zur Beteiligung der Hersteller an den Kosten von Batteriebränden, einer Kennzeichnungspflicht für Batterien sowie einem Verbot für Einweg-E-Zigaretten werden genannt.
Da die Brandproblematik aufgrund einer stark wachsenden Zahl an Batterieanwendungen weiter zunehmen werde, bitten die Verbände den Kanzler dringend um Unterstützung der Bundesregierung. „Gerne möchten wir mit Ihnen zu dieser Bedrohung der deutschen Recyclingwirtschaft ins Gespräch kommen und über ein schnelles politisches Vorgehen im Umgang mit den Bränden diskutieren“, bieten Eric Rehbock, Anja Siegesmund, Guido Lipinski und Kilian Schwaiger in dem Schreiben abschließend an.



