Anfang April haben Elemental Strategic Metals (ESM) aus Polen und das amerikanische Startup Ascend Elements ein Joint Venture für den Betrieb und Ausbau einer Batterie-Recyclinganlage in Zawiercie bei Krakau gegründet. Gestern wurde auch der Standort für ein bereits angekündigtes weiteres Werk in Deutschland bekanntgegeben: Es soll in Wernigerode in Sachsen-Anhalt entstehen und wie berichtet pro Jahr 25.000 Tonnen Lithium-Ionen-Batterien aus E-Fahrzeugen verwerten können.
Schon im vergangenen Jahr hat ESM ein Grundstück in Wernigerode zum Bau der Anlage erworben. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Elemental-Gruppe, die auf die Rückgewinnung strategischer Metalle spezialisiert ist, und der Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) Sachsen-Anhalt hervor. In der Recyclinganlage sollen rund 20 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, heißt es. Der Baubeginn sei für 2025 vorgesehen und ESM habe bereits lokale Firmen für eine Projektbeteiligung kontaktiert. Die Höhe der geplanten Investitionen schätzt das Unternehmen auf 20 Mio €.
Die Ansiedlung in Wernigerode betrachtet Maciej Dudzic, Vorstandsmitglied bei ESM, als Schritt „zur Stärkung unserer Position als wichtiger Akteur in der Batteriematerialindustrie“. Man habe sich letztendlich für Mitteldeutschland entschieden, da es eine gute Logistik und unterstützende lokale Behörden biete, erklärte er weiter.
Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) begrüßte die Pläne des Joint Ventures, das unter dem Namen AE Elemental firmiert: „Das Unternehmen wird einen wesentlichen Beitrag zum Transformationsprozess unserer Automobilzulieferindustrie leisten.“ Die Einführung innovativer, umweltfreundlicher Technologien festige „die Rolle Sachsen-Anhalts als einer der führenden Zukunftsstandorte“.
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