BASF und Lindex bringen Recycling-Polyamid in den Dessous-Markt

Der schwedische Modehändler Lindex will ab Anfang 2027 ausgewählte Unterwäsche-Kollektionen mit recyceltem Polyamid 6 (PA6) von BASF anbieten. Nach Angaben des Chemiekonzerns basiert das unter dem Namen „Loopamid“ vermarktete Material ausschließlich auf Textilabfällen und kann über mehrere Zyklen recycelt werden; seine Eigenschaften seien identisch mit denen von herkömmlichem Polyamid.

Die Kooperation soll Lindex dabei unterstützen, den Einsatz von Neuware zu reduzieren und das Ziel zu erreichen, bis Ende 2026 ausschließlich recycelte oder nachhaltig beschaffte Materialien zu verwenden. „Polyamid ist eine wichtige Materialkategorie für Lindex, bei der wir aufgrund unserer Größe spürbare Veränderungen erzielen können“, sagt Anna-Karin Dahlberg, Chief Sustainability Officer des Unternehmens, das laut eigenen Angaben etwa 430 Filialen in 17 europäischen Märkten betreibt, online weltweit über Partnerplattformen verkauft und im vergangenen Jahr rund 646 Mio. € umsetzte. 

Die Loopamid-Technologie wurde von BASF Anfang 2024 als Lösung für das Textil-zu-Textil-Recycling vorgestellt. Das chemische Verfahren ermögliche dem Unternehmen zufolge die Verwertung bislang schwer zu verarbeitender Polyamid-Materialien und toleriere alle Gewebemischungen, einschließlich solcher mit Elastan. Im März 2025 nahm der Konzern, wie berichtet, seine erste kommerzielle Anlage für die Produktion von recyceltem PA6 in Shanghai mit einer Jahreskapazität von 500 Tonnen in Betrieb. 

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