Das Verpackungsjahr 2023 markiert eine Zäsur: Mit 17,9 Mio Tonnen fiel erstmals seit der Finanzkrise der Verbrauch von Packmitteln deutlich unter das Vorjahresniveau – ein Minus von 1,1 Mio Tonnen beziehungsweise fast sechs Prozent. Diese Trendwende zeichnete sich bereits 2022 ab, allerdings noch nicht in diesem Umfang. Das geht aus dem Verpackungsmonitor 2025 der Allianz Verpackung und Umwelt (AVU) hervor, der von der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) erstellt wurde.
Hinter dem Rückgang stehen vor allem die schwache Bau‑ und Industrieproduktion, höhere Preise und eine anhaltende Konsumzurückhaltung. Besonders betroffen sind Transport‑ und andere gewerbliche Verpackungen, deren Einsatz 2023 um rund acht Prozent fiel, während der private Verbrauch nur um knapp vier Prozent nachgab. Zusätzlich drücken Mehrweginitiatiaven und der Verzicht auf Verpackungen, Gewichtsreduktionen, das Tragetaschenverbot sowie der Wechsel von starren zu flexiblen Lösungen auf das Aufkommen. Gegen den Strom wachsen allerdings Aluminium-Getränkedosen, Mehrwegkästen, Fasergusspackungen und papierbasierte Verbunde weiter....




