Für Kommunen und Zweckverbände ist es eine schwierige Aufgabe, die Vorgaben der Klärschlammverordnung rechtssicher, wirtschaftlich und zugleich marktsensibel umzusetzen. Bei Ausschreibungsverfahren stehen sie vor der Herausforderung, viele gesetzliche Anforderungen, hohe Investitionsbedarfe und begrenzte Marktressourcen miteinander in Einklang zu bringen. Darauf wies Lorena Kirchherr, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens Ausschreibungscoach in Aachen, auf dem diesjährigen Forum der Deutschen Phosphor-Plattform Anfang Oktober in Frankfurt hin. Sie stellte auf der Tagung konkrete Lösungsansätze vor, die auf Praxiserfahrungen aus der ihrer Arbeit mit Vergabestellen und Bietern beruhen.
Kirchherr betonte, dass eine frühzeitige und konsequent rückwärtsgerichtete Planung für Ausschreibungen notwendig ist. Wer beispielsweise einen Start der Leistungserbringung im Jahr 2029 anvisiert, müsse prüfen, wann bestehende Verträge auslaufen und ob Übergangslösungen erforderlich sind. Auch stelle sich die Frage nach personellen und fachlichen Kapazitäten innerhalb der Vergabestelle. Erfahrungsgemäß könnten viele Kommunen das Verfahren nicht vollständig aus eigener Kraft stemmen. Daher sei es ratsam, sich rechtzeitig zu informieren, Unterstützungsmöglichkeiten zu sondieren und die eigene Vorbereitung zu stärken, um nicht später unter Zeitdruck reagieren zu müssen.
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