
Die Erweiterung und die Sanierung der Klärschlammverbrennungsanlage im Hamburger Hafen wird teurer als geplant. Die Umweltbehörde veranschlagt für das Projekt Vera 2 inzwischen 297,2 Mio €. Ursprünglich sollten Berichten zufolge nur rund 200 Mio € investiert werden. Die Behörde begründet die Kostensteigerung mit höheren Preisen im Anlagenbau, gestiegenen Kupfer- und Stahlpreisen sowie Planungsverzögerungen.
Mit dem Projekt Vera 2 will Hamburg Wasser die bestehende Verbrennungsanlage Vera im Klärwerk Köhlbrandhöft von drei auf vier Linien erweitern, so dass die Kapazität dann von bisher rund 76.000 auf 97.000 Tonnen im Jahr steigt. Zudem sollen eine Trocknungsanlage und drei Silos für sogenannten Nassschlamm errichtet werden. Zwei der drei bestehenden Linien werden außerdem saniert.
Der Abschluss des Projekts verzögert sich jedoch. Die vierte Linie werde voraussichtlich erst 2027 fertiggestellt, teilte die Umweltbehörde weiter mit. Laut früheren Berichten sollte sie ursprünglich 2025 in Betrieb gehen. Die Behörde rechnet außerdem damit, dass die Sanierungen erst 2030 abgeschlossen sind.
Am Standort Köhlbrandhöft entsteht außerdem eine Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche. Laut dem letzten Update vom Sommer läuft die gemeinsam von Hamburg Wasser und Remondis nach dem patentieren Tetraphos-Verfahren errichtete Anlage noch im Probebetrieb. (dpa/eigener Bericht)



