Aurubis weiht neue Recyclinganlage in Olen ein

Der Multimetall-Produzent Aurubis hat gestern im belgischen Olen eine neue Recyclinganlage eingeweiht. Die auf den Namen „BOB“ (Bleed Treatment Olen Beerse) getaufte Anlage gewinnt in einem hydrometallurgischen Prozess wertvolle Metalle wie Nickel und Kupfer aus den Elektrolytströmen, die bei der Metallerzeugung der Aurubis-Standorte in Olen und im 20 Kilometer entfernten Beerse anfallen. Das Projekt wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 85 Mio € realisiert und schafft über 30 neue Arbeitsplätze.

Für den Konzern stelle BOB eine bedeutende Investition zur Erweiterung seines internationalen Hüttennetzwerks dar und maximiere die Synergien zwischen den Standorten. Mit dem Projekt könne Aurubis noch mehr strategisch relevante Metalle für Europa im Wertstoffkreislauf halten, erklärt das Hamburger Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„BOB dokumentiert eindrucksvoll unser Engagement für Innovation und Kreislaufwirtschaft. Mit dieser Anlage heben wir Multimetall-Recycling auf die nächste Ebene. Sie ermöglicht es, wertvolle Metalle aus den sich ständig dynamisch verändernden Einsatzstoffen und Recyclingmärkten bestmöglich zu verarbeiten. Wir stärken mit BOB unser Kerngeschäft und leisten einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Kreislaufwirtschaft“, so Inge Hofkens, die als COO die Aurubis-Sparte Multimetal Recycling leitet. Das Unternehmen habe die klare Absicht, seine führende Rolle für nachhaltiges Wirtschaften und Handeln weiter auszubauen.

Die neue Recyclinganlage in Olen ist das zweite größere Investitionsprojekt des Aurubis-Konzerns in Belgien im Zuge der aktuellen Wachstumsstrategie. So eröffnete Aurubis erst Anfang September die neue ASPA-Anlage (Advanced Sludge Processing by Aurubis) am Standort Beerse.

Insgesamt will Aurubis bis zum Geschäftsjahr 2027/28 im Rahmen der Strategie „Metals for Progress: Driving Sustainable Growth“ rund 1,7 Mrd € investieren. Größtes Projekt ist das neue, rund 740 Mio € teure Recyclingwerk Richmond im US-Bundesstaat Georgia. Das erste Modul der Anlage, in der künftig pro Jahr rund 180.000 Tonnen komplexe Recyclingmaterialien wie Elektro- und Elektronikschrotte verarbeitet werden sollen, ging Mitte September in Betrieb.

- Anzeige -
- Anzeige -