Andritz: Auftragseingang im Bereich Environment & Energie steigt um 30 Prozent

Der Auftragseingang des österreichischen Technologiekonzern Andritz hat sich angesichts des schwierigen Marktumfelds im ersten Quartal insgesamt zufriedenstellend entwickelt, berichtet das Unternehmen. Insbesondere der Bereich Environment & Energie, in dem unter anderem die Maschinen und Anlagen für den Recyclingbereich angesiedelt sind, verzeichnete zuletzt mit einem Plus von mehr als 30 Prozent eine positive Entwicklung. Der Auftragseingang im Segment Hydropower stieg ebenfalls um 16 Prozent.

Die beiden größten Geschäftsbereiche, Metals und Pulp & Paper entwickelten sich mit Auftragsrückgängen um 48 Prozent bzw. 34 Prozent dagegen zuletzt deutlich schwächer. Allerdings lag laut Andritz jeweils ein hohes Vergleichsniveau aus dem Vorjahr zugrunde. Insgesamt belief sich das Auftragsvolumen über alle vier Bereiche hinweg auf 1,950 Mrd €, und war damit um 19 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2023.

„Angesichts des zunehmend schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds sind wir mit unserer Geschäftsentwicklung im ersten Quartal zufrieden. Der Wachstumstrend bei unseren grünen Produkten und im Servicegeschäft zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Joachim Schönbeck.

Der Umsatz der Gruppe betrug im ersten Quartal 1,886 Mrd €, ein Rückgang von vier Prozent gegenüber dem Referenzquartal des Vorjahres. Das operative Ergebnis (Ebita) lag mit 152,4 Mio € um knapp vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Konzernergebnis konnte dagegen leicht auf 104,1 Mio € verbessert werden. Auf den Bereich Environment & Energie entfiel ein Umsatzanteil von 312,3 Mio € und damit knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Zunehmende geopolitische Spannungen, sowie auch die Kriegssituation in Israel, könnten die Verfügbarkeit von Rohstoffen nach Einschätzung von Andritz negativ beeinflussen und internationale Lieferketten belasten. Daraus resultierende Verzögerungen in Lieferketten und Transportwegen könnten einerseits zu Verzögerungen bei der Abwicklung von Aufträgen und andererseits zu weiteren Preisanstiegen bei vielen Rohstoffen und industriellen Vorprodukten führen.

Vor dem Hintergrund des globalen wirtschaftlichen Umfelds rechnet Andritz nicht mit einer raschen Erholung der Märkte und hat seinen Ausblick angepasst. Das Unternehmen erwartet jetzt für das Geschäftsjahr 2024 einen stabilen Umsatz und eine stabile Ebita-Marge von etwa acht Prozent. Im Februar war Andritz nach dem Rekordjahr 2023 noch von Andritz einem weiteren leichten Anstieg von Umsatz und Ergebnissen im laufenden Jahr ausgegangen.

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -