Händler ohne eigene Sortierung setzen sich bei kommunaler Sammlung durch

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Bei den kommunalen Ausschreibungen der Alttextilsammlung setzen sich immer wieder Händlerfirmen ohne eigene Sortierung durch, so dass unklar bleibt, wo und unter welchen Standards die gesammelten Alttextilien sortiert werden. Diese Klage erhob Andreas Voget vom Dachverband FairWertung bei einem Seminar zum Thema Alttextilrecycling auf der Umweltmesse Ifat in München. Die Kommunen stellten bei Ausschreibungen in erster Linie auf den Preis ab. Inhaltliche Kriterien in Bezug auf Ort und Qualität der Sortierung fehlten weitgehend.

Es werde davon ausgegangen, dass ein Entsorgungsfachbetriebe-Zertifikat automatisch eine hochwertige Verwertung garantiere, was durch die bisherigen Erfahrungen jedoch nicht bestätigt werde, so Voget. Das bei kommunalen Ausschreibungen aufgerufene Preisniveau liege zum Teil deutlich über den Erträgen, die ein Sortierbetrieb unter den in Deutschland geltenden Standards erwirtschaften könne. Die Vergabe nach dem höchsten Preis führe dazu, dass Textilien aus Sortierbetrieben mit hohen Standards abgezogen und im Extremfall an „Billig- und Schnellsortierer“ gingen, die keine hochwertige Verwertung durchführen, sondern ausschließlich auf die Verwertung lukrativer Secondhand-Ware ausgerichtet seien.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 21/2014 von EUWID Recycling und Entsorgung. Abonnenten können den vollständigen Artikel ab sofort hier abrufen:

Kommunale Textilsammlungen: Preise lassen keinen Raum für hochwertige Sortierung

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