Altölrecycler Puraglobe rutscht 2024 trotz Umsatzplus tief in die Verlustzone

Gestiegene Altölkosten drücken Rohmarge des Kerngeschäfts

Die Puraglobe Holding GmbH hat im Geschäftsjahr 2024 zwar ihren Umsatz gesteigert, beim Ergebnis jedoch einen massiven Einbruch verzeichnet. Die Umsatzerlöse des Altölrecyclers stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24,6 Mio. € auf 176,6 Mio. €. Der Konzernjahresüberschuss drehte demgegenüber deutlich ins Minus: Nach 2,7 Mio. € im Vorjahr weist Puraglobe für 2024 einen Konzernjahresfehlbetrag von 21,1 Mio. € aus.

Wie dem im Unternehmensregister veröffentlichten Konzernabschluss zu entnehmen ist, brach auch das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ein, und zwar von 25,0 Mio. € auf 3,2 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank von 12,4 Mio. € auf minus 12,0 Mio. €. Auch der operative Cashflow blieb deutlich unter dem Vorjahresniveau und verringerte sich von 45,7 Mio. € auf 16,9 Mio. €.

Als Ursache für die verschlechterte Ertragslage nennt das Unternehmen im Lagebericht vor allem gesunkene Absatzpreise bei Basisölen und Nebenprodukten sowie gleichzeitig gestiegene Rohstoffkosten, insbesondere für Altöl. Die Preisentwicklung sei auf niedrigere Notierungen an den Ölmärkten, speziell beim Rohöl, sowie auf die schwache Konjunkturlage in Deutschland zurückzuführen. Weil die Altölkosten gestiegen seien, habe sich die Rohmarge des Kerngeschäfts im Vergleich zum Vorjahr weiter verschlechtert. Höhere Produktions- und Absatzmengen infolge der Kapazitätserweiterung hätten diesen Effekt nicht kompensieren können.

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